ABO+

Der Kriegstreiber ist weg, die Krisen bleiben

Donald Trump hat Sicherheitsberater John Bolton entlassen. Dessen Nachfolger hat ein grosses Problem.

John Bolton hört während einer Kabinettssitzung im Weissen Haus Präsident Donald Trump zu. (Archivbild) Bild: Carlos Barria/Reuters

John Bolton hört während einer Kabinettssitzung im Weissen Haus Präsident Donald Trump zu. (Archivbild) Bild: Carlos Barria/Reuters

Christof Münger@ChristofMuenger

Zunächst einmal ist es eine gute Nachricht, dass Donald Trump seinen Nationalen Sicherheitsberater gefeuert hat. John Bolton war stets ein Kriegstreiber, sei es als amerikanischer UNO-Botschafter, als TV-Kommentator oder als Sicherheitsberater im Weissen Haus. Als wichtigster Ansprechpartner des Präsidenten, wenn es um Krieg und Frieden geht, plädierte er für Militärschläge gegen Nordkorea und den Iran, auch im Umgang mit Venezuela empfahl er den Einsatz von Gewalt. Diplomatie ist in John Boltons Welt etwas für Weicheier. Unvergessen ist seine Begeisterung für den Irakkrieg. Und obwohl die Amerikaner einen gescheiterten Staat zurückliessen, blieben Bomben für Bolton das naheliegende Mittel, um Probleme zu lösen.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt