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Der nächste Bush steht in den Startlöchern

Jeb Bush, Sohn des ehemaligen US-Präsidenten George Bush, hat die bisher deutlichste Ankündigung einer möglichen Präsidentschaftskandidatur gemacht.

Überlegt sich eine mögliche Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten: Jeb Bush, Sohn des Ex-Präsidenten George Bush. (16. Dezember 2014)
Überlegt sich eine mögliche Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten: Jeb Bush, Sohn des Ex-Präsidenten George Bush. (16. Dezember 2014)
AFP

Auf Facebook und Twitter schrieb der frühere Gouverneur von Florida, er habe entschieden, «die Möglichkeit einer Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten aktiv auszuloten».

Eine Sprecherin erklärte, eine «endgültige Entscheidung» über ein Antreten bei der Wahl 2016 sei damit noch nicht gefallen. Diese werde es erst 2015 geben, nachdem der Republikaner Bush abgeschätzt habe, wie gross die Unterstützung für seine Kandidatur tatsächlich sei. «Das ist ein natürlicher nächster Schritt und stellt eine neue Phase seines Abwägungsprozesses dar», sagte die Sprecherin, Kristy Campbell.

Jeb Bushs Vater George H. W. Bush und sein Bruder George W. Bush waren bereits Präsidenten der USA. Als aussichtsreichste Herausforderin auf Seiten der Demokraten gilt eine andere Vertreterin einer prominenten Polit-Dynastie, die ehemalige First Lady und Aussenministerin Hillary Clinton. Auch sie hat noch nicht offiziell erklärt, ob sie antritt.

Über die Zukunft der Nation gesprochen

Jeb Bush schrieb in einer Weihnachtsbotschaft, er habe mit seiner Familie zu Thanksgiving über «die Zukunft der Nation» und eine mögliche Kandidatur gesprochen. Die Entscheidung, die Kandidatur aktiv zu verfolgen, sei ein Resultat dieser Gespräche. «In den kommenden Monaten hoffe ich, viele von Ihnen besuchen zu können und mich über die Wiederherstellung des Versprechens von Amerika zu unterhalten.»

Bush kündigte auch die Gründung seines eigenen Politischen Aktionskomitees (PAC) für Januar an. Damit kann er Spendengelder einsammeln und sie nutzen, um Kandidaten in anderen Rennen zu unterstützen. «Zweck des PACs wird es sein, Führungspersonen, Ideen und eine Politik zu unterstützen, die die Möglichkeiten und den Wohlstand für alle Amerikaner ausweitet.»

Noch kein republikanischer Kandidat

Mit der Ankündigung steigt der Druck auf andere Kandidaten, ebenfalls ihre Absichten offenzulegen. Besonders dem Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sowie Mitt Romney, der bereits zweimal mit einem Anlauf auf das Weisse Haus scheiterte, werden Ambitionen auf das Amt nachgesagt. Auch die Namen der republikanischen Senatoren Rand Paul, Marco Rubio und Ted Cruz sind im Spiel.

Sollte Jeb Bush Spitzenkandidat der Republikaner werden, käme es möglicherweise zu einem Duell zweier Polit-Dynastien. Auf der Seite der Demokraten denkt nämlich die Ex-Aussenministerin und ehemalige First Lady Hillary Clinton über eine Bewerbung nach. Clinton hat immer wieder Andeutungen gemacht und will Anfang kommenden Jahres ihre Entscheidung über eine erneute Bewerbung bekanntgeben.

Im Jahr 2008 war sie im parteiinternen Vorwahlkampf an Präsident Barack Obama gescheitert. Ende November hatte der frühere Senator Jim Webb als erster Demokrat seine Präsidentschaftsbewerbung erklärt.

SDA/rar

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