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Die«Achillesferse» der Sicherheit im Luftverkehr

Mehrer Sprengstoffpakete wurden dieses Wochenende in Frachtflugzeugen sichergestellt. Experten sind sich einig: Die Luftfracht gerät zusehends zum Sicherheitsrisiko.

Im Visier der Terroristen: Die weltweit tätigen Kurierdienste Fedex und UPS.
Im Visier der Terroristen: Die weltweit tätigen Kurierdienste Fedex und UPS.
Keystone
Auch die Luftracht der Passagierflugzeuge im Visier: Eine Paketbombe wurde in einer Maschine der Qatar Airways transportiert.
Auch die Luftracht der Passagierflugzeuge im Visier: Eine Paketbombe wurde in einer Maschine der Qatar Airways transportiert.
Keystone
Der Terroralarm wird zum Wahlkampfthema: Die demokratische US-Senatorin Dianne Feinstein (links) und die Kandidatin für einen Senatorenplatz Barbara Boxer (rechts) nehmen Stellung zum Sprengstofffund.
Der Terroralarm wird zum Wahlkampfthema: Die demokratische US-Senatorin Dianne Feinstein (links) und die Kandidatin für einen Senatorenplatz Barbara Boxer (rechts) nehmen Stellung zum Sprengstofffund.
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Nach dem Fund mehrerer mit Sprengstoff gefüllter Pakete in Frachtflugzeugen mit Ziel USA hat ein Experte vor Schwächen bei den Sicherheitskontrollen gewarnt. Frachtflüge seien schon immer die «Achillesferse» der Sicherheit in der Luftfahrt gewesen, sagte Chris Yates von der Fachzeitschrift «Jane's Aviation» am Samstag der britischen Tageszeitung «Daily Telegraph». Es sei «sehr schwierig», mit der eingesetzten Technik Container einer gewissen Grösse gründlich zu überprüfen, der mögliche Einblick in die Frachtbehälter sei «minimal».

Auch David Learmount, Sicherheitsexperte beim Magazin «Flight Global», sagte der Zeitung, Frachtflugzeuge seien schon immer ein mögliches Ziel terroristischer Anschläge gewesen. In der Vergangenheit hätten Terroristen aber vor allem auf Passagierflugzeuge abgezielt.

Eine «glaubwürdige terroristische Bedrohung»

Die aus dem Jemen stammenden Pakete waren am Freitagabend und Samstag in Dubai und Grossbritannien sichergestellt worden. US-Präsident Barack Obama sagte, von den Päckchen sei eine «glaubwürdige terroristische Bedrohung» ausgegangen. Obama zufolge waren die Pakete an jüdische Einrichtungen in Chicago gerichtet.

Das US-Frachtunternehmen UPS stoppte unterdessen mit sofortiger Wirkung die Beförderung aller Sendungen aus dem Jemen. Auch Grossbritannien setzte die Beförderung unbegleiteter Luftfracht aus dem Jemen auf unbestimmte Zeit aus. Laut Innenministerin Theresa May war das von den britischen Behörden abgefangene Paket voll explosionsfähig und hätte ein Flugzeug zum Absturz bringen können. «Zu diesem Zeitpunkt haben wir keine weiteren Informationen über einen weiteren bevorstehenden Terroranschlag», sagte sie am Samstag.

AFP/mrs

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