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«Es wäre ein Fehler, sich einfach nur lustig zu machen»

US-Präsident Trump (rechts) war einer der ersten Gratulanten nach Bolsonaros Wahlsieg im November. Foto: AFP

Mit welchem Gefühl blicken Sie auf das Treffen zwischen Trump und Bolsonaro in Washington?

Wie meinen Sie das?

Genau diesen Eindruck haben die beiden Regierungen aber doch bisher vermittelt. Trumps Sicherheitsberater John Bolton hat Bolsonaro nach dessen Wahl in seinem Haus in Rio besucht, danach hiess es, die USA und Brasilien wollten nun eng zusammenarbeiten. Und sie griffen verschiedene linke Regierungen scharf an – etwa Venezuela und Kuba.

Warum? Viele Lateinamerikaner machen sich aus historischen Gründen doch eher Sorgen, wenn sich die US-Amerikaner für ihren Kontinent interessieren.

Neben der wirtschaftlichen gibt es ja auch noch eine politische Komponente des Treffens zwischen Trump und Bolsonaro. Die beiden eint eine Abneigung gegen so ziemlich alles, was links ist. Sie drohen ihren politischen Gegnern mit Gefängnis und gehen auch scharf gegen sozialistische Regierungen vor. Was bedeutet das Treffen für Staaten wie Kuba und Venezuela?

Bolsonaro und Trump sind mit ähnlichen, populistischen Strategien an die Macht gekommen und regieren nun zwei der bevölkerungsreichsten Demokratien weltweit. Ist das nur ein Zufall? Oder gibt es einen grösseren Zusammenhang?

Das müssen Sie genauer ausführen.

Angenommen, das stimmt: Was könnten die Liberalen dagegen tun?

Heisst das, man sollte nicht mehr auf Entgleisungen aufmerksam machen, etwa, wenn Bolsonaro sagt, er hätte lieber einen toten als einen homosexuellen Sohn?