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Fed-Chef Bernanke warnt eindringlich vor US-Zahlungsausfall

Der Kongress müsse die Schuldenobergrenze dringend anheben, fordert der US-Notenbankchef. Sollte keine Einigung zustande kommen, wäre nicht nur die höchste Bonitätsnote AAA in Gefahr.

Sorgenvoller Blick: Der US-Notenbankchef Ben Bernanke.
Sorgenvoller Blick: Der US-Notenbankchef Ben Bernanke.
Keystone

Fed-Chef Ben Bernanke hat die US-Politik eindringlich zur Lösung des Streites über die Schuldengrenze aufgefordert. Sollte es keine schnelle Einigung geben, könnten die USA die höchste Bonitätsnote AAA verlieren, sagte der Chef der Notenbank in einer Rede. Zudem könne die Sonderrolle des Dollars als Reservewährung beschädigt werden. Selbst ein kurzer Zahlungsausfall könne zu gravierenden Störungen der Finanzmärkte führen.

Bernanke forderte Demokraten und Republikaner auf, einen langfristigen Plan zu entwerfen, um das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Er machte zugleich klar, dass die Verhandlungen über die Schuldengrenze nicht genutzt werden sollten, um Ausgabenkürzungen durchzusetzen.

Republikaner und Demokraten verhandeln seit Monaten über die Anhebung der Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar. Zuletzt hatten die Republikaner die Anhebung der Schuldengrenze blockiert, weil sie der US-Regierung Zugeständnisse für Einsparungen in Milliardenhöhe abringen wollen.

Teurere Kredite als Folge

Sollte es keine Einigung geben, droht der US-Regierung im August ein Zahlungsausfall. Vizepräsident Joe Biden traf sich erneut mit Abgeordneten von Demokraten und Republikanern, um einen Kompromiss zu finden. Sollten die USA die höchste Bonitätsnote AAA verlieren, würde dies die Aufnahme von Krediten verteuern. Bislang gelten US-Staatsanleihen weltweit fast so sicher wie Barvermögen. Viele Länder nutzen den Dollar als Reservewährung.

SDA/jak

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