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Guatemalteken protestieren gegen Urteils-Aufhebung für Ex-Diktator

Guatemalas Verfassungsgericht hob vor wenigen Tagen das Urteil gegen den früheren Machthaber Efraín Ríos Montt auf. Der Entscheid löste über die Grenzen des Landes Proteste aus.

Wollen Rios Montt im Gefängnis sehen: Frauen der Ixil demonstrieren vor dem Verfassungsgericht in Guatemala-Stadt. (24. Mai 2013)
Wollen Rios Montt im Gefängnis sehen: Frauen der Ixil demonstrieren vor dem Verfassungsgericht in Guatemala-Stadt. (24. Mai 2013)

Wenige Tage nach der Aufhebung des Urteils gegen den früheren guatemaltekischen Machthaber Efraín Ríos Montt ist es zu Protesten gegen die Entscheidung gekommen. Gleich in mehreren Staaten Lateinamerikas gingen zahlreiche Menschen auf die Strasse.

In Guatemala-Stadt zogen die Demonstranten in einem «Marsch gegen die Straflosigkeit» vor das Verfassungsgericht, wie die Zeitung «Prensa Libre» auf ihrer Internetseite berichtete.

«Die Völker haben Montt verurteilt»

In Honduras demonstrierten in der Hauptstadt Tegucigalpa vor allem Frauen vor der guatemaltekischen Botschaft. «Die Völker Mittelamerikas haben Ríos Montt verurteilt», war auf einem Transparent zu lesen.

Auch in Nicaragua seien Demonstranten vor die Botschaft Guatemalas gezogen, berichtete die Zeitung «La Prensa». Sie hätten einer Diplomatin eine Protestnote überreicht. Weitere Demonstrationen waren in Argentinien, Mexiko und Peru geplant.

Wegen Verfahrensfehlern hatte das guatemaltekische Verfassungsgericht das Urteil gegen Ríos Montt am Montagabend aufgehoben. Der Ex-Diktator war am 10. Mai wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 80 Jahren Haft verurteilt worden.

SDA/kpn

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