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Hillary Clinton hatte mehr Zuschauer als ihr Mann

84 Millionen Menschen verfolgten die Fernsehdebatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump, so viele wie seit 36 Jahren nicht mehr.

Shakehands zum Auftakt: Donald Trump und Hillary Clinton trafen sich zum ersten TV-Duell im Präsidentschaftswahlkampf. (27. September 2016)
Shakehands zum Auftakt: Donald Trump und Hillary Clinton trafen sich zum ersten TV-Duell im Präsidentschaftswahlkampf. (27. September 2016)
Reuters
Begrüssen sich vor dem TV-Duell: Die Ehefrau von Donald Trump, Melania, und Ex-Präsident Bill Clinton. (27. September 2016)
Begrüssen sich vor dem TV-Duell: Die Ehefrau von Donald Trump, Melania, und Ex-Präsident Bill Clinton. (27. September 2016)
Reuters
Gemeinsam schaut es sich besser: Trump-Anhänger essen Pizza und verfolgen gespannt das Duell. (26. September 2016)
Gemeinsam schaut es sich besser: Trump-Anhänger essen Pizza und verfolgen gespannt das Duell. (26. September 2016)
AFP
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Die US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump haben bei ihrer ersten Fernsehdebatte einen 36 Jahre alten Zuschauerrekord geknackt. Das Fernsehduell am Montag in der Hofstra-Universität bei New York hätten 84 Millionen Menschen verfolgt, teilte das Unternehmen Nielsen am Dienstag mit. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 1980, als sich Präsident Jimmy Carter und sein republikanischer Herausforderer Ronald Reagan vor 80,6 Millionen Zuschauern um das beste politische Konzept stritten.

Seitdem hatte keine Fernsehdebatte von US-Präsidentschaftskandidaten mehr als 70 Millionen Zuschauer. Clintons Ehemann Bill kam in seiner letzten Fernsehdebatte als Präsidentschaftskandidat 1996 auf gerade einmal 36,3 Millionen Zuschauer. Bei der Quote sind Carter und Reagan allerdings immer noch unerreicht, denn als sie antraten, hatten die USA 226 Millionen Einwohner, heute sind es 324 Millionen.

Im Kurznachrichtendienst Twitter registrierte Nielsen etwa 17,1 Millionen Aktionen im Zusammenhang mit der Debatte, die meisten, als Trump in seinem Schlussstatement versicherte, falls er die Wahl verliere, werde er Clinton als Präsidentin unterstützen.

Die höchsten Zuschauerzahlen in den USA erreicht das Finale im American Football. 2015 verfolgten 114,4 Millionen

13 Millionen Dollar für Trump

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat nach dem Fernsehduell gegen seine demokratische Rivalin Hillary Clinton eine regelrechte Spendenflut vermeldet. Nach seinen eigenen Angaben gingen über 13 Millionen Dollar in 24 Stunden ein.

Für den Republikaner handelt es sich um eine bedeutende Summe, er hat bisher weniger Spenden als Clinton für den Wahlkampf erhalten. Stattdessen griff der Immobilien-Milliardär auf sein eigenes Vermögen zurück. Im August hatte Clinton 143 Millionen Dollar an Spenden eingesammelt, bei Trump waren es 90 Millionen Dollar.

Härtere Gangart gegen Clinton

Einen Tag nach dem ersten Fernsehduell der US-Präsidentschaftskandidaten kündigte Trump zudem für die nächste Debatte eine härtere Gangart gegen Clinton an, die nach überwiegender Meinung der Experten am Montag den Sieg davongetragen hatte.

Er werde beim nächsten Duell «womöglich mit bestimmten Mitteln härter gegen sie zuzuschlagen», sagte der Republikaner. Am Vorabend habe er sich zurückgehalten, da er «die Gefühle von niemandem verletzen» habe wollen.

Trump sagte zu Fox News, als ihm Clinton Frauenfeindlichkeit vorgeworfen habe, habe er seinerseits die Affären von Ex-Präsident Bill Clinton, dem Ehemann der Kandidatin, ansprechen wollen. Er habe dies aber gelassen, da sich die Clinton-Tochter Chelsea im Saal befunden habe.

Weiterer Wettstreit

New Yorks Erzbischof Timothy Dolan hat den Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump einen weiteren Redewettstreit beschert. Die Demokratin und der Republikaner nehmen in gut drei Wochen am jährlichen Wohltätigkeits-Dinner der Alfred E. Smith Gedächtnisstiftung teil, wie das Bistum am Dienstag mitteilte.

In Wahljahren lädt der Kardinal die beiden Spitzenkandidaten ein, die rechts und links neben ihm platziert werden und humorvolle Ansprachen halten müssen. Das diesjährige Dinner findet zwei Tage nach dem letzten Fernsehduell der beiden New Yorker Clinton und Trump statt.

Vor vier Jahren nutzte Präsident Barack Obama die Gelegenheit, um sich nach seinem von Beobachtern als schwach empfunden Auftritt in der ersten Fernsehdebatte mit seinem republikanischen Kontrahenten Mitt Romney selbst auf die Schippe zu nehmen, während Romney fragte, ob der Präsident angesichts so vieler reicher Leute in Saal nicht etwas umzuverteilen gedenke.

Die nächsten TV-Duelle der beiden Kandidaten sind für den 9. und 19. Oktober geplant. Gewählt wird am 8. November.

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sda/AP/chk

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