Zum Hauptinhalt springen

In den USA wird in Mexiko geraubtes Öl verkauft

Der staatliche mexikanische Ölkonzern Pemex hat am Montag in Houston (USA) Anzeige gegen den Verkauf von gestohlenem Erdöl erhoben. Käuferin des Öls war auch BASF.

Staatliches mexikanisches Ölunternehmen wehrt sich gegen Diebstahl: Ölplattform von Pemex.
Staatliches mexikanisches Ölunternehmen wehrt sich gegen Diebstahl: Ölplattform von Pemex.

In einem in Mexiko-Stadt veröffentlichten Communiqué weist das Pemex darauf hin, dass unter anderem Unternehmen wie der deutsche Chemieriese BASF und die Murphy Energy Corporation an dem unerlaubten Handel beteiligt seien.

So soll BASF vermeintlich gestohlenes Ölkondensat im Wert von mindestens 2,4 Millionen Dollar von anderen in der Klage beschuldigten Firmen erworben zu haben. Ein Sprecher der BASF in Nordamerika sagte dazu auf Anfrage, der Inhalt der Anzeige sei im Einzelnen noch nicht bekannt.

Er wies aber darauf hin, dass die BASF Öl stets in gutem Glauben von Unternehmen gekauft habe. «Es war uns zu keinem Zeitpunkt bewusst, dass es sich um gestohlenes Material gehandelt haben könnte.» Die BASF werde in dem Fall mit den Behörden und Gerichten zusammenarbeiten.

Am illegalen Ölhandel sind auch Drogenkartelle beteiligt

Die USA untersuchen seit dem vergangenen Jahr den Verbleib des Ölkondensats. Laut Pemex wurde dem mexikanischen Unternehmen seit 2006 Ölkondensat im Wert von rund 300 Millionen Dollar entwendet.

Nach Angaben der mexikanischen Behörden sind an dem Diebstahl des Öls in Mexiko auch kriminelle Organisationen wie das Drogenkartell «Los Zetas» beteiligt.

SDA/mt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch