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In Ferguson boomt der Waffenhandel

Waffenhändler melden nach den Unruhen in der US-Stadt einen deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen. Vor allem eine Bevölkerungsgruppe deckt sich ein.

Die Angst ist gut fürs Geschäft: Die Auslage eines Waffenladens in der Nähe von Ferguson. (15. November 2014)
Die Angst ist gut fürs Geschäft: Die Auslage eines Waffenladens in der Nähe von Ferguson. (15. November 2014)
Keystone

Die gewaltsamen Unruhen in der US-Kleinstadt Ferguson haben offenbar einen rasanten Anstieg der Schusswaffenverkäufe in der Region bewirkt. Die Betreiber einer grossen Schiessübungsanlage, die 30 Kilometer entfernt von Ferguson liegt, berichteten, dass sich zuletzt vor allem weisse Käufer mit Handfeuerwaffen eingedeckt hätten.

Vor dem Beginn der Unruhen seien täglich etwa drei bis fünf Schusswaffen verkauft worden, in den vergangenen Wochen hingegen 20 bis 30 pro Tag. Grund dafür sei offenkundig «die Angst vor dem, was in Ferguson passiert».

Ausschreitungen nach Gerichtsentscheid

In Ferguson, einem Vorort von St. Louis im Bundesstaat Missouri, war am 9. August der 18-jährige unbewaffnete Michael Brown von dem weissen Polizisten Darren Wilson erschossen worden. Am Montag wurde bekannt, dass sich der Polizist nicht vor Gericht für die Schüsse auf den schwarzen Teenager verantworten muss. Daraufhin gab es in Ferguson heftige Krawalle, später breitete sich der Protest auf andere Landesteile aus.

Schon nach den tödlichen Schüssen im August war es in Ferguson zu Unruhen und gewaltsamen Konfrontationen mit der hochgerüsteten Polizei gekommen. Innerhalb der Sicherheitskräfte und in der Kommunalpolitik geben weisse Beamte den Ton an, während die meisten Bewohner der Kleinstadt Schwarze sind.

AFP/ldc

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