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Jede Ehe zählt

Der konservative Widerstand gegen die Homoehe schwindet rasant: In jedem zweiten US-Staat dürfen Homosexuelle heute heiraten. Doch gleichzeitig verliert die Ehe stark an Rückhalt in Amerika.

56 Prozent der Amerikaner sind für die Homoehe: Ja-Wort zweier Männer in Kalifornien. Foto: Rich Pedroncelli (AP, Keystone)
56 Prozent der Amerikaner sind für die Homoehe: Ja-Wort zweier Männer in Kalifornien. Foto: Rich Pedroncelli (AP, Keystone)

Die Hochzeitsglocken läuteten Sturm. Nur Stunden, nachdem der Oberste Gerichtshof am Montag vor einer Woche überraschend beschlossen hatte, auf eine Reihe von Rekursen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe in fünf Gliedstaaten nicht einzutreten, liessen sich in Virginia, Indiana, Utah, Oklahoma und Wisconsin die ersten schwulen und lesbischen Paare trauen. Die grossen Fernsehsender zeigten die ganze Woche über bewegte Szenen aus den Standesämtern: Freudentränen, Kinderlachen, weisse Schleier. Am Dienstag fiel das Verbot dann auch in Nevada, in Idaho ist noch eine Einsprache hängig. Eine wilde Woche: In 25 der 50 US-Staaten sowie in der Hauptstadt Washington ist die Homoehe nun erlaubt. Die Hälfte ist geschafft, weitere Staaten werden folgen.

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