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Kultfigur der US-Rechten wird Chef der Waffenlobby

Der skandalumwitterte frühere US-Offizier Oliver North wird neuer Präsident der NRA. North war eine Schlüsselfigur des Iran-Contra-Skandals der Achtzigerjahre.

Zum Chef der NRA ernannt: Oliver North.
Zum Chef der NRA ernannt: Oliver North.
Justin Sullivan/Getty, AFP
Der Geschäftsführer der Waffenlobby rühmte den 74-Jährigen als «legendären Kämpfer für die amerikanische Freiheit».
Der Geschäftsführer der Waffenlobby rühmte den 74-Jährigen als «legendären Kämpfer für die amerikanische Freiheit».
Chip Somodevilla/Getty, AFP
North war eine der zentralen Figuren des Iran-Contra-Skandals der Achtzigerjahre. Als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats von Präsident Reagan war er in den geheimen Verkauf von Waffen an den Iran verwickelt.
North war eine der zentralen Figuren des Iran-Contra-Skandals der Achtzigerjahre. Als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats von Präsident Reagan war er in den geheimen Verkauf von Waffen an den Iran verwickelt.
Chris Wilkins, AFP
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Der skandalumwitterte frühere US-Offizier Oliver North wird neuer Präsident der US-Waffenlobby NRA. Die Direktion des Verbandes ernannte den 74-Jährigen am Montag zum Nachfolger des ausscheidenden Pete Brownell, wie die NRA mitteilte. Geschäftsführer Wayne LaPierre rühmte North als «legendären Kämpfer für die amerikanische Freiheit».

North war eine der zentralen Figuren des Iran-Contra-Skandals der Achtzigerjahre. Als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats von Präsident Ronald Reagan war er in den geheimen Verkauf von Waffen an den Iran verwickelt, mit dem ein US-Handelsembargo unterlaufen wurde. Die Einnahmen aus dem Deal wurden an die rechtsgerichteten Contra-Rebellen im zentralamerikanischen Nicaragua weitergeleitet.

North gibt Job als Kommentator ab

North gestand damals seine Beteiligung an diesen illegalen Aktivitäten ein und wurde zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt. Die Strafen wurden jedoch später aufgehoben. Der frühere Oberstleutnant betätigte sich in den vergangenen Jahren als Kommentator des rechtsgerichteten Fernsehsenders Fox News. 2003 hatte der damals 58-Jährige als Reporter während des Feldzugs gegen den Irak eine Helikoptereinheit der Marineinfanterie begleitet. Den Journalisten-Job wird «Ollie», wie ihn die Marineinfanteristen freundschaftlich nennen, mit Übernahme des NRA-Präsidentenamtes abgeben.

Der politisch überaus einflussreiche Verband hat nach eigenen Angaben rund fünf Millionen zahlende Mitglieder und setzt sich seit Jahrzehnten erfolgreich gegen Verschärfungen des laxen US-Waffenrechts ein.

Auch nach dem Schulmassaker von Florida im Februar, das eine neue Massenbewegung für schärfere Regulierungen des privaten Waffenbesitzes auslöste, hat die NRA bislang einschneidende Reformen auf Bundesebene verhindern können. US-Präsident Donald Trump hielt am vergangenen Freitag eine Rede bei der NRA-Jahresversammlung im texanischen Dallas.

Sprach sich auf der Jahrestagung der National Rifle Association (NRA) klar für das Tragen von Waffen aus: US-Präsident Donald Trump (Video: Tamedia/AFP)

SDA/nag

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