Zum Hauptinhalt springen

NSA sammelt Telefongespräche eines ganzen Landes

Der US-Geheimdienst entwickelte Programme, mit denen er die gesamte Kommunikation eines Landes 30 Tage speichern kann. Wo der NSA sein System Mystic bereits einsetzt, bleibt auf Wunsch der Regierung geheim.

Sammelt in ungeahntem Ausmass: Die NSA in Fort Meade. (Archivbild)
Sammelt in ungeahntem Ausmass: Die NSA in Fort Meade. (Archivbild)
Keystone

Der US-Geheimdienst NSA sammelt angeblich die Inhalte von Telefonaten in bisher ungeahntem Ausmass. Der Geheimdienst habe ein Programm entwickelt, das die komplette Sprachkommunikation eines ganzen Landes aufsaugen könne, berichtete die «Washington Post» am Dienstag.

Das NSA-System namens Mystic (Mystisch) wird demnach gegen mindestens ein Land eingesetzt. Es sei in diesem Land seit 2011 aktiv. Die Telefonate würden für 30 Tage gespeichert und die Beamten können sie in dieser Zeit anhören.

Die «Washington Post» erklärte, den Namen dieses Landes auf Bitten der US-Regierung nicht zu nennen. Das Programm sollte offenbar auf weitere Länder ausgedehnt werden oder wurde das möglicherweise schon. Im Haushaltsplan von 2013 sei von fünf weiteren Ländern die Rede, in denen Gespräche gesammelt würden. Ein weiteres Land sollte bis Ende vergangenen Jahres hinzukommen.

Die Zeitung beruft sich auf Dokumente aus dem Fundus von Edward Snowden und Gespräche mit nicht namentlich genannten amerikanischen Offiziellen.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch