«Null-Toleranz-Politik» ist ein schändliches Verbrechen

Es ist schockierend, wie skrupellos US-Regierungen mit der Freiheit umgehen.

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Die USA dürfen stolz sein über viele lichte Momente ihrer Geschichte, etwa bei der Verteidigung von Freiheit und Menschlichkeit in Europa gegen totalitäre Despoten. In den besten Zeiten symbolisierte die Nation die Freiheit so strahlend und kraftvoll, wie es die Statue auf Liberty Island vor New York tut. Umso mehr schockiert es, wie skrupellos US-Regierungen bisweilen mit der Freiheit umgehen. Die Haftanstalt Guantanamo wurde zu einem Symbol dafür.

Dieses Jahr kam ein weiteres hinzu: die verlorenen Kinder. Die Regierung Trump liess Tausende zum Teil ganz kleine Jungen und Mädchen, die mit ihren Familien über die mexikanische Grenze illegal ins Land gekommen waren, ihren Eltern wegnehmen, um die Eltern dann ins Gefängnis zu stecken und die Kinder oft weit entfernt von ihnen in Heimen unterzubringen.

Richter setzten eine Frist

Zum Glück ist die US-Justiz gegen diese barbarische Praxis eingeschritten. Die Richter setzten eine Frist, um die Familien wieder zusammenzuführen. Diese Frist ist jetzt verstrichen. Doch die Regierung konnte oder wollte das in vielen Fällen nicht tun – mit traumatischen Folgen für Aberhunderte Minderjähriger.

Die «Null-Toleranz-Politik», die Präsident Trump an der Grenze zu Mexiko betreibt, ist eine «Null-Menschlichkeits-Politik». Der Missbrauch der Kinder zur Abschreckung weiterer Einwanderer ist eine Schande und ein Verbrechen. Er fügt der Geschichte der Vereinigten Staaten einen ganz dunklen Fleck hinzu.

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