Bis 2030 will Obama Menschen auf den Mars schicken

Der US-Präsident hat einen neuen Wettlauf ins All gestartet, mithilfe Privatfirmen. Elon Musk hat dasselbe Ziel – aber bereits für 2024.

Wagt den «grossen Sprung»: Barack Obama bei einer Rede am 9. Oktober 2016.

Wagt den «grossen Sprung»: Barack Obama bei einer Rede am 9. Oktober 2016.

(Bild: Keystone Jim Watson)

US-Präsident Barack Obama will bei seinem Ziel, bis zum Jahr 2030 Menschen zum Mars zu schicken, eng mit Privatfirmen zusammenarbeiten. In einem ersten Schritt würden staatliche und private Unternehmen gemeinsam an der Entwicklung von Astronauten-Unterkünften für Langzeitmissionen im Weltraum arbeiten, kündigte Obama am Dienstag in einem Beitrag auf CNN-Online an.

Diese Missionen ausserhalb der Grenzen der Erdumlaufbahn «werden uns lehren, wie Menschen in weiter Entfernung von der Erde überleben können», schrieb Obama weiter. Dieses Wissen sei für die «lange Reise zum Mars» unabdingbar.

Nicht ohne Zitat von Neil Armstrong

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte bereits im August verkündet, dass sechs Unternehmen, darunter Boeing und Lockheed Martin, an der Entwicklung derartiger «Habitate» beteiligt würden. Dabei handelt es sich um erweiterbare Wohneinheiten für Astronauten, in denen sie während langer Weltraumreisen oder später auf einem Planeten leben können.

Um zum Mars zu gelangen, braucht es einen «grossen Sprung», erklärte Obama in Anspielung auf das berühmte Zitat des ersten Manns auf dem Mond, Neil Armstrong: «Ein kleiner Schritt für einen Mann, ein grosser Sprung für die Menschheit». Allein die Reise zum 225 Millionen Kilometer entfernten Roten Planeten bedeutet immense technische und finanzielle Herausforderungen - später sollen auch einmal Menschen auf dem Mars leben können.

Musks Raumschiff soll bereits 2024 starten

Die Nasa arbeitet derzeit an der Trägerrakete SLS zur bemannten Erforschung des Weltraums sowie an dem bemannten Raumschiff Orion für Mond-, Mars- und Asteroidenflüge. Der erste - unbemannte - Start der Rakete ist für 2018 vorgesehen. Zwei Jahre später soll eine bemannte US-Mission jenseits des Mondes folgen.

Der US-Unternehmer und SpaceX-Chef Elon Musk hatte Ende September Pläne für eine «Stadt» auf dem Mars vorgestellt. Interessenten sollten demnach mit riesigen Raumschiffen zum Roten Planeten reisen - für einen Preis von 100'000 Dollar pro Person.

Musk zeigte sich zuversichtlich, dass das erste Mars-Raumschiff im Jahr 2024 starten und den Roten Planeten im darauffolgenden Jahr erreichen kann. Um die Mission vorzubereiten, soll bereits 2018 eine unbemannte Dragon-Kapsel zum Mars fliegen. Zu Obamas Plänen äusserte sich SpaceX zunächst nicht.

sep/AFP

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