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Obamas Syrien-Strategie unter Beschuss

Trotz US-Luftangriffen gewinnen die Islamisten in Syrien an Terrain. Und das Assad-Regime könnte bald ganz Aleppo den gemässigten Rebellen entreissen. Obamas Plan stehe vor dem Scheitern, sagen Kritiker.

Die gemässigten Regimegegner drohen aufgerieben zu werden: Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee feuert nördlich von Aleppo eine Mörsergranate ab. (6. November 2014)
Die gemässigten Regimegegner drohen aufgerieben zu werden: Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee feuert nördlich von Aleppo eine Mörsergranate ab. (6. November 2014)
Hosam Katan, Reuters

Präsident Barack Obamas oberster General zur Bekämpfung der Islamisten in Syrien und dem Irak, Lloyd Austin, wagte gestern eine Gegenoffensive gegen die Kritiker der US-Strategie. «Ich bin zuversichtlich, dass wir die gewünschten Effekte erzielen», sagte er laut CNN. Es gebe Beweise dafür, dass sich das Blatt zugunsten der Anti-IS-Koalition wende. So würden sich die Kämpfer des Islamischen Staates (IS) nicht mehr getrauen, sich in grösseren Verbänden zu bewegen. «Denn sie wissen: Wenn wir sie sehen, werden wir sie angreifen und auch treffen», erklärte Austin. «Wir hören ihnen zu. Die Präzision der Luftschläge demoralisiert sie.» Allerdings musste der Leiter des Central Command eingestehen, dass der IS immer noch zu kämpfen imstande ist. In den letzten Wochen wurden immer mehr Stimmen laut, die zweifelten, ob Luftschläge alleine reichen – und ob die USA auf syrischem Boden rechtzeitig geeignete Alliierte finden und hochrüsten können.

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