Zum Hauptinhalt springen

Polizei reisst Holzhütte von Occupy-Aktivisten ab

In Washington haben Polizisten über 30 Demonstranten festgenommen und eine illegal errichtete Holzhütte zerstört. Das acht Meter hohe Bauwerk war von der Occupy-Bewegung als Schutz erbaut worden.

Schwieriges Unterfangen: Polizisten versuchen einen Mann vom Dach der Hütte zu holen. (4. Dezember 2011)
Schwieriges Unterfangen: Polizisten versuchen einen Mann vom Dach der Hütte zu holen. (4. Dezember 2011)
Keystone
Illegal errichtet: Polizisten sperren den Platz in Washington, während die Hütte abgerissen wird. (4. Dezember 2011)
Illegal errichtet: Polizisten sperren den Platz in Washington, während die Hütte abgerissen wird. (4. Dezember 2011)
Reuters
Protestieren trotz der Kälte: Occupy-Aktivisten sitzen auf dem Dach ihrer Holzhütte. (4. Dezember 2011)
Protestieren trotz der Kälte: Occupy-Aktivisten sitzen auf dem Dach ihrer Holzhütte. (4. Dezember 2011)
Reuters
1 / 4

Bei der Räumung einer illegalen Schutzhütte im Washingtoner Lager der Occupy-Bewegung sind am Sonntag 31 Menschen festgenommen worden. Die Demonstranten hatten in der Nacht zu Sonntag auf dem McPherson-Platz nahe des Weissen Hauses, wo sie seit September campieren, eine acht Meter hohe Holzhütte errichtet. Da der Bau einer solchen festen Struktur gegen die Parkregeln verstiess, rückte die Polizei gegen Mittag auf das Lager vor. Daraufhin kletterten mehrere Aktivisten auf die Hütte.

Nachdem sie sich trotz der Aufforderung der Polizei geweigert hatten, wieder herunter zu kommen, wurden sie schliesslich nach mehreren Stunden mit Leitern und einer Hebebühne von der Hütte geholt. Wie die Polizei mitteilte, wurden bei der Aktion insgesamt 31 Menschen wegen der Missachtung von Polizeianweisung und der Übertretung von Polizeiabsperrungen festgenommen. Die Holzhütte wurde von der Polizei zerstört.

Hüttenbau bei Aktivisten umstritten

Die lose organisierte Bewegung «Occupy Wall Street» («Besetzt die Wall Street») richtet sich gegen die Macht der Finanzmärkte und prangert soziale Ungerechtigkeiten an. Seit Mitte September dehnten sich die Proteste von New York aus in zahlreiche Städte der USA und andere Länder aus, die genauen Ziele der Bewegung blieben aber unklar.

Wegen der teils schlechten hygienischen Zustände in den Zeltlagern sowie Sicherheitsproblemen wurden die meisten Lager inzwischen geräumt. Das Lager in Washington wurde dagegen bisher geduldet. Die Entscheidung zum Bau der Hütte, die als Schutz gegen die Kälte gedacht war, war bei den Demonstranten umstritten. Einige fürchteten, sie würde den Fortbestand des Lagers gefährden.

AFP/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch