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Republikanischer Hoffnungsträger soll Frauen belästigt haben

Herman Cain führt das Feld der republikanischen Präsidentschaftskandidaten an – noch. Laut US-Medien soll Cain in den 90ern Frauen sexuell belästigt haben. Sein Sprecher vermutet ein Komplott.

Hat in Iowa die Nase vorne: Der Republikaner Herman Cain.
Hat in Iowa die Nase vorne: Der Republikaner Herman Cain.
Keystone

Er ist Selfmademan, Sprücheklopfer und die Antithese zu Barack Obama. Doch nun wird es für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Herman Cain ungemütlich. Es geht um sexuelle Belästigung. Der 66-Jährige soll sich während seiner Zeit als Chef des nationalen Restaurant-Verbandes gegenüber zwei Frauen unangebracht verhalten haben. Laut Dokumenten, welche dem Magazin «Politico» vorliegen, hat Hermain Cain in den 90er Jahren als Vorsitzender der National Restaurant Association mindestens zwei Frauen mit anzüglichen Kommentaren, Fragen und Gesten sexuell belästigt. Diese beschwerten sich über Cain und verliessen kurz darauf den Verband. Dabei sollen sie eine Abfindung in unbekannter Höhe erhalten haben. Im Gegenzug verpflichteten sie sich laut dem Wirtschaftsmagazin, über die Angelegenheit zu schweigen.

«Persönliche Attacke»

Herman Cain lehnte jegliche Kommentare ab, bis er «Fakten oder klare Beweise vorgelegt erhalte.» Ausweichend meinte er weiter, er habe während seiner Jahre als Geschäftsmann schliesslich mit Tausenden von Leuten zu tun gehabt. Ungehalten reagierte hingegen sein Sprecher J.D. Gordon. Wie die «Washington Post» berichtet, bezeichnete dieser die Anschuldigungen als «persönliche Attacke», die lediglich dazu diene, Cains politische Karriere zu zerstören. Die Presse grabe irgendwelche Gerüchte und Geschichten aus, zu denen es nur wenig Quellen gebe.

Herman Cain war von 1996 bis 1999 Vorsitzender der National Restaurant Association. Vertreter des Verbandes äusserten sich gegenüber den US-Medien bisher nicht zu der Geschichte.

Cain bisher im Umfragehoch

Für den afroamerikanischen Politiker könnten die Geschichten zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen. Die jüngsten Umfragen im Bundesstaat Iowa zeigen, dass Cain im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur die Nase knapp vorne hat.

Der ehemalige Chef von Godfather’s Pizza konnte die Parteianhänger mit seiner hemdsärmligen Art auf seine Seite ziehen. Zurzeit liefert er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Rivalen Mitt Romney.

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