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Romney nennt Trump einen Betrüger

Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat kritisiert Senkrechtstarter Donald Trump. Der sei für das höchste Staatsamt nicht geeignet.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner Mitt Romney mischt sich in den Wahlkampf ein. Während einer Rede an der Universität von Utah in Salt Lake City nannte er Donald Trump einen Betrüger. (3. März 2016)
Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner Mitt Romney mischt sich in den Wahlkampf ein. Während einer Rede an der Universität von Utah in Salt Lake City nannte er Donald Trump einen Betrüger. (3. März 2016)
Rick Bowmer, Keystone
Hat die Vorwahlen in Alaska knapp vor Donald Trump gewonnen und damit in drei Staaten die Nase vorn: Der Republikaner Ted Cruz an einer Wahlparty in Stafford, Texas. (1. März 2016)
Hat die Vorwahlen in Alaska knapp vor Donald Trump gewonnen und damit in drei Staaten die Nase vorn: Der Republikaner Ted Cruz an einer Wahlparty in Stafford, Texas. (1. März 2016)
David J. Phillip, Keystone
Bisherige Delegiertenstimmen: 4.
Bisherige Delegiertenstimmen: 4.
AP/Mike Brown
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Der Siegeszug des politischen Quereinsteigers Donald Trump bei den US-Vorwahlen stürzt die Republikanische Partei in eine Zerreissprobe. Der Milliardär versuchte nach seinen Erfolgen am Super Tuesday, die Gräben zuzuschütten und in der Partei für sich zu werben. Doch liessen ihn führende Köpfe rüde abblitzen. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mitt Romney nannte Trump gar einen Schwindler.

Romney, der 2012 gegen den nun scheidenden Präsidenten Barack Obama verlor, erklärte in einer Rede:«Hier ist, was ich weiss: Donald Trump ist ein Schwindler, ein Betrüger.»

Sollte der Immobilienmogul auf dem Nominierungsparteitag im Juli zum Kandidaten der Republikaner gekürt werden, wäre die Demokratin Hillary Clinton schon so gut wie im Weissen Haus. Trump habe weder «die Veranlagung noch das Urteilsvermögen, um Präsident sein zu können», erklärte Romney.

Trump keilte per Twitter zurück: «Ich bin nicht Mitt Romney, der nicht weiss, wie man gewinnt.»

Anfechtung des Nominierungsparteitags

Romney ist aber bei weitem nicht der einzige Vertreter des Partei-Establishments, der gegen Trumps Kandidatur Sturm läuft. Vertreter der Parteiführung diskutieren nun öffentlich, wie Trumps Griff nach dem Weissen Haus noch zu verhindern wäre. Denkbar wären unter anderem die Anfechtung des Nominierungsparteitags oder die Unterstützung eines Kandidaten einer dritten Partei.

Auf Trump sind beim Nominierungsparteitag bisher 316 Delegierte verpflichtet, 226 auf den texanischen Senator Ted Cruz und 106 auf den Senator aus Florida, Marco Rubio. Mindestens 1237 Delegiertenstimmen werden benötigt, um Präsidentschaftskandidat zu werden.

«Ich bringe Millionen neuer Wähler»

Trump hat nach dem Super Tuesday ebenso wie die demokratische Favoritin Clinton bereits den Blick auf die heisse Wahlkampfphase nach den Parteitagen gerichtet. Dann gilt es, bis zur Wahl im November Angriffsflächen des Gegners zu nutzen und die eigene Partei hinter sich zu haben. Trumps Wahlkampfteam bat den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, um ein Gespräch. Ryan ist derzeit der ranghöchste republikanische Amtsträger im politischen System der USA.

Trump forderte die Parteiführung auf, seine Kandidatur als Chance zu begreifen, den Republikanern neue Wählerschichten zu erschliessen. «Warum können die Führer der Republikanischen Partei nicht sehen, dass ich Millionen neue Wähler bringe – wir schaffen eine grössere, stärkere Partei», twitterte er.

Tatsächlich gibt es bei den republikanischen Vorwahlen eine beträchtliche Zunahme bei der Beteiligung. Einige in der Partei vermuten aber, dass sich etliche Wähler vor allem registrieren, um den Etablierten in Washington einen Denkzettel zu verpassen.

Rubio bleibt letzte Hoffnung

Der 15. März gilt bei den Republikanern jetzt als letzte Chance, Trumps Siegeszug zu stoppen. Dafür müsste Rubio in seinem Heimatstaat Florida gewinnen, ebenso der noch im Rennen befindliche Gouverneur John Kasich in seinem Heimatstaat Ohio.

Eine Fernsehdebatte der verbliebenen republikanischen Bewerber zur besten Fernsehsendezeit am Donnertagabend wird daher mit Spannung erwartet. Einer von ihnen, Ben Carson, sagte seine Teilnahme ab und liess durchblicken, dass er sich komplett aus dem Rennen zurückziehen werde.

Bei den Demokraten scheint die Lage klarer. Clinton errang am Super Tuesday fast die Hälfte der für die Nominierung nötigen Delegierten. Ihr Rivale Bernie Sanders kündigte dennoch an, bis zum Parteitag kämpfen zu wollen.

SDA/ij

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