Zum Hauptinhalt springen

Romney und Santorum liefern sich hitzigen Schlagabtausch

Superchrist Santorum liegt Umfragen zufolge weit vor Multimillionär Romney. Dieser holte in der Nacht auf heute im TV den Zweihänder hervor und machte seinem Gegner den schlimmsten Vorwurf, den es für einen Republikaner gibt.

Szenen eines Duells: Mitt Romney (r.) warf Rick Santorum vor, die Staatsausgaben aufgebläht zu haben, ...
Szenen eines Duells: Mitt Romney (r.) warf Rick Santorum vor, die Staatsausgaben aufgebläht zu haben, ...
AP, Keystone
...was dieser natürlich vehement und ausführlich zu widerlegen versuchte. (22. Februar 2012)
...was dieser natürlich vehement und ausführlich zu widerlegen versuchte. (22. Februar 2012)
Reuters
Die Meinungsumfragen sagen derzeit klar: Santorum vor Romney. (22. Februar 2012)
Die Meinungsumfragen sagen derzeit klar: Santorum vor Romney. (22. Februar 2012)
AP, Keystone
1 / 6

Vor den nächsten Präsidentschaftsvorwahlen der US-Republikaner in Michigan und Arizona hat der strauchelnde Favorit Mitt Romney die Attacken auf seinen Widersacher Rick Santorum verschärft. In der ersten TV-Debatte der republikanischen Bewerber seit fast einem Monat hielt Romney Santorum am gestrigen Abend vor, während seiner Zeit als Senator die Staatsausgaben mit nach oben getrieben zu haben.

Während Santorums Amtszeit im Senat seien die Staatsausgaben um 80 Prozent angestiegen, sagte Romney. Der frühere Senator habe mehrfach für die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze der USA gestimmt, ohne sich für Einsparungen einzusetzen. Ausserdem habe Santorum für die Vergabe von Mitteln an die Organisation Planned Parenthood gestimmt, die auch Abtreibungen anbietet.

«Sie wissen nicht, wovon Sie reden»

Der christlich-konservative Ex-Senator warf Romney umgehend vor, die Fakten zu verzerren. «Sie wissen nicht, wovon Sie reden», wetterte er. Santorums längliche Erklärung, wie der US-Kongress die Mittel im Haushalt zuweise, quittierte Romney mit einem kurzen Kommentar. «Ich bin all dem nicht ganz gefolgt», sagte der Ex-Gouverneur. Aber er werde dafür sorgen, dass die «exzessiven Ausgaben» im Kongress ein Ende hätten.

Wegen seiner finanzstarken Wahlkampforganisation und der Unterstützung durch das Partei-Establishment gilt Romney als Favorit, um bei den Wahlen im November für die Republikaner Präsident Barack Obama herauszufordern. Allerdings fremdelt die konservative Basis der Republikaner weiter mit dem Ex-Gouverneur von Massachusetts. Santorum ist derzeit der Bewerber, der Romney in den Umfragen gefährlich wird.

Santorum klar vor Romney

Einer gestern veröffentlichten Erhebung der Universität Quinnipiac zufolge liegt Santorum derzeit landesweit mit 35 Prozent klar vor Romney mit 26 Prozent. Gingrich kommt demnach nur auf 14 Prozent – der Ex-Chef des Repräsentantenhauses hatte noch im Januar die Rolle des ärgsten Romney-Rivalen inne. Die Zustimmung der republikanischen Anhänger für Paul liegt laut der Umfrage bei elf Prozent. Die Ideen des texanischen Abgeordneten für einen Minimalstaat gelten auch in weiten Teilen der eigenen Partei als nicht vermittelbar.

Romney hatte Anfang Februar überraschend drei Vorwahlen an Santorum verloren, in Missouri, Minnesota und Colorado. Bei der Vorwahl im Bundesstaat Maine hatte sich dann wieder Romney durchgesetzt. Am kommenden Dienstag stimmen die Republikaner in Romneys Geburtsstaat Michigan und in Arizona ab. Eine Vorentscheidung dürfte dann beim sogenannten Super-Dienstag am 6. März fallen, wenn in zehn Bundesstaaten gleichzeitig abgestimmt wird. Die offizielle Kandidatenkür findet auf dem Nominierungsparteitag Ende August statt.

AFP/ami

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch