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Santos verlängert Waffenstillstand mit Farc

Gemäss dem kolumbianischen Präsidenten stehen die Waffen bis Ende Jahr still. Für das beim Volk durchgefallene Friedensabkommen mit den Rebellen hat er noch keine Lösung.

Verlängerter Waffenstillstand, aber noch keinen Frieden: Der kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos macht das Victory-Zeichen. (7. Oktober 2016)
Verlängerter Waffenstillstand, aber noch keinen Frieden: Der kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos macht das Victory-Zeichen. (7. Oktober 2016)
AP Photo/Ricardo Mazalan, Keystone
Nach der Ablehnung durch das Stimmvolk werden sie sehr wahrscheinlich versuchen, ein neues Friedensabkommen auzuhandeln: Juan Manuel Santos (l.) und Farc-Kommandant Rodrigo Londono, genannt «Timoschenko», reichen sich die Hand nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens in Cartagena. (26. September 2016)
Nach der Ablehnung durch das Stimmvolk werden sie sehr wahrscheinlich versuchen, ein neues Friedensabkommen auzuhandeln: Juan Manuel Santos (l.) und Farc-Kommandant Rodrigo Londono, genannt «Timoschenko», reichen sich die Hand nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens in Cartagena. (26. September 2016)
Fernando Vergara, Keystone
FILE- In this file photo dated Friday, April 17, 2015, a national library employee shows the gold Nobel Prize medal awarded to the late novelist Gabriel Garcia Marquez, in Bogota, Colombia.  There is no bigger international honor than the Nobel Prize, created by 19th-century Swedish industrialist Alfred Nobel, and the 2016 laureates will be named over the coming days to join the pantheon of greats who were honored in years gone by. (AP Photo/Fernando Vergara, FILE)
FILE- In this file photo dated Friday, April 17, 2015, a national library employee shows the gold Nobel Prize medal awarded to the late novelist Gabriel Garcia Marquez, in Bogota, Colombia. There is no bigger international honor than the Nobel Prize, created by 19th-century Swedish industrialist Alfred Nobel, and the 2016 laureates will be named over the coming days to join the pantheon of greats who were honored in years gone by. (AP Photo/Fernando Vergara, FILE)
Fernando Vergara, Keystone
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Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat den Waffenstillstand mit der Farc-Guerilla bis zum Jahresende verlängert. «Ich habe die Entscheidung getroffen, den bilateralen Waffenstillstand bis zum 31. Dezember zu verlängern», sagte Santos am Donnerstag in einer Fernsehansprache. «Um es klarzustellen: Das ist weder ein Ultimatum, noch eine Frist», fügte er hinzu.

Er hoffe aber, dass die Verhandlungen über Änderungen am Friedensabkommen deutlich früher beendet würden. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) und die kolumbianische Regierung hatten sich Ende August nach vierjährigen Verhandlungen auf ein Friedensabkommen geeinigt. Anfang Oktober stimmten die Kolumbianer in einem Referendum jedoch mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen das Abkommen. Der vereinbarte Waffenstillstand würde deshalb normalerweise am 31. Oktober enden.

Hoffnung auf Lösung

Santos war vergangene Woche für seine Bemühungen zur Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts mit der Farc der Friedensnobelpreis zugesprochen worden. Er bemüht sich nach dem gescheiterten Referendum um eine Überarbeitung des Friedensvertrags. Farc-Chef Rodrigo Londoño alias Timochenko sagte am Mittwoch, er hoffe auf eine rasche Überarbeitung des Vertragstextes.

Die Farc hatte 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. In den Konflikt waren neben der Armee auch andere linke Guerillagruppen wie die ELN, rechte Paramilitärs und die Drogenmafia verwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten wurden dabei mehr als 260.000 Menschen getötet, 45.000 Menschen gelten als vermisst. Die kolumbianische Regierung will Ende Oktober auch Verhandlungen mit der zweitgrössten Rebellengruppe ELN beginnen.

SDA/foa

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