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Seinen Hass auf Schwarze nahm niemand ernst

Dylann Roof, der Amokschütze von Charleston, wollte einen Rassenkrieg entfachen. Er war ein Einzeltäter und hatte Zugang zu Waffen.

«Man muss jetzt zusammenstehen» ist ein vielgehörter Satz in Charleston, South Carolina: Blumenmeer vor der Emanuel African Methodist Church. Foto: Brian Snyder (Reuters)
«Man muss jetzt zusammenstehen» ist ein vielgehörter Satz in Charleston, South Carolina: Blumenmeer vor der Emanuel African Methodist Church. Foto: Brian Snyder (Reuters)

Immer wenn die «New York Times» ausverkauft sei, sagt Floyd, der Inhaber eines kleinen Getränkeladens, keine zwei Minuten von der Kirche in Charleston entfernt, in der Dylann Roof am Mittwochabend seine Waffe zückte, Kaliber .45, die er mit dem Geburtstagsgeld seiner Eltern gekauft hatte und damit sechs schwarze Frauen und drei schwarze Männer erschoss – immer also, wenn die Menschen zu ihrem Kaffee auch eine Zeitung wollen, sagt Floyd, dann sei etwas Schlimmes passiert, etwas Wichtiges, «etwas wirklich Grosses». Das war beim Anschlag auf die Twin Towers so, sagt Floyd jedem, der in seinen Laden kommt, und so sei es auch jetzt.

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