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Senat bietet Trump Jr. und Kushner auf

Die Russland-Affäre treibt das Umfeld von US-Präsident Trump mehr und mehr in die Enge. Sein ältester Sohn und sein Schwiegersohn sollen vor einem Senatsausschuss aussagen.

Wurde vom Senat für den 26. Juli vorgeladen: Donald Trump Jr. im Trump Tower. (2. Dezmeber 2016)
Wurde vom Senat für den 26. Juli vorgeladen: Donald Trump Jr. im Trump Tower. (2. Dezmeber 2016)
Justin Lane, Keystone
Gab zu, sich im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja getroffen zu haben: Donald Trump Junior in einem Interview auf dem konservativen US-Sender Fox News. (11. Juli 2017)
Gab zu, sich im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja getroffen zu haben: Donald Trump Junior in einem Interview auf dem konservativen US-Sender Fox News. (11. Juli 2017)
AP Photo/Richard Drew, Keystone
Verbindungen zum russischen Geheimdienst: Der US-russische Lobbyist Rinat Akhmetshin soll ebenfalls beim Treffen dabei gewesen sein. (13. Juni 2016)
Verbindungen zum russischen Geheimdienst: Der US-russische Lobbyist Rinat Akhmetshin soll ebenfalls beim Treffen dabei gewesen sein. (13. Juni 2016)
Radio Free Europe/Radio Liberty via AP, Keystone
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Mitglieder des inneren Zirkels von US-Präsident Donald Trump sollen in der kommenden Woche im Zuge der Russland-Affäre Aussagen vor Gremien des US-Senats machen. Der Justizausschuss gab am Mittwoch bekannt, dass Präsidentensohn Donald Trump Jr. für den 26. Juli vorgeladen werde, ebenso solle dann der Ex-Wahlkampfmanager des Präsidenten, Paul Manafort, erscheinen. Am Montag wird Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und Berater, vor den Geheimdienstausschuss des Senats treten.

Fast als sicher gilt, dass die drei Männer zu einem Treffen im vergangenen Sommer mit einer russischen Anwältin befragt werden. Die Zusammenkunft war per E-Mail arrangiert worden, dabei sollten angeblich schädigende Informationen über Trumps Rivalin um das US-Präsidentenamt, die Demokratin Hillary Clinton, an Trump Jr. übergeben werden. Der 39-Jährige hat bereits erklärt, entsprechende Details nicht bekommen zu haben.

Zur Not zu Aussage zwingen

Sein Anwalt, Alan Futerfas, war zunächst nicht für eine Stellungnahme zur geplanten Aussage zu erreichen. Der Sprecher von Manafort, Jason Maloni, sagte, dieser habe die Einladung am Mittwochnachmittag erhalten und sehe sie derzeit ein.

In der vergangenen Woche hatte der Vorsitzende des Justizausschusses, Chuck Grassley, bereits angekündigt, Trump Jr. und Manafort sollten bald vor dem Gremium erscheinen. Zur Not wolle er dies auch unter Strafandrohung erzwingen.

Anwältin zu Aussage bereit

Indes erklärte sich die russische Anwältin Natalia Weselnizkaja zu einer Aussage vor dem US-Senat bereit, um die Lage klarzustellen. «Ich bin bereit, die Situation hinter der Massenhysterie zu klären, aber nur über Anwälte oder Aussagen vor dem Senat», sagte sie in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des russischen Fernsehsenders RT.

«Wenn der Senat die wahre Geschichte hören möchte, dann freue ich mich, den Mund aufzumachen und alles zu teilen, was ich Herrn Trump sagen wollte.» Diese Aussage schien ein Verweis auf eine vorherige Erklärung der Anwältin zu sein, dass bei dem Treffen das Adoptionsverbot für Amerikaner in Russland sowie ein US-Sanktionsgesetz im Mittelpunkt gestanden hätten. Weselnizkaja hat dementiert, für die russische Regierung zu arbeiten.

AP/chk

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