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Sportler protestieren gegen Trumps «Umkleide-Gespräche»

Der US-Präsidentschaftskandidat stellt seine sexistischen Sprüche als normalen Männer-Tratsch dar. Und schon tritt er den nächsten Shitstorm los.

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«Wenn ich gewählt werde, setze ich einen Staatsanwalt auf ihren Fall an»: Einige Highlights der zweiten Fernsehdebatte im US-Präsidentschaftswahlkampf. (Video: Tamedia)

Bekannte US-Sportler haben die Behauptung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump empört zurückgewiesen, vulgäre Äusserungen über Frauen seien in der «Männerumkleide» üblich. «Ich habe so etwas in keinem einzigen Umkleideraum gehört», twitterte der in der US-Profiliga NBA spielende Basketballer CJ McCollum von den Portland Trail Blazers.

Der NBA-Spieler Jamal Crawford von den Los Angeles Clipper schrieb – ebenfalls im Kurzbotschaftendienst Twitter – lediglich erstaunt: «Umkleidekabinengespräche?»

«Sexuelle Belästigung»

Kritik an den Trump-Äusserungen äusserte auch der American-Football-Spieler Jacob Tamme von den Atlanta Falcons. Er forderte den 70-jährigen Milliardär während dessen zweiter Fernsehdebatte mit der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in der Nacht auf Montag in den sozialen Medien auf, mit dem «Gerede von den Umkleidekabinen» aufzuhören. «Normalerweise» sei derartiges in der Männerumkleide nicht zu hören. Und selbst wenn es «normal» wäre, wäre es «nicht gerechtfertigt.»

Kein Handschlag: Donald Trump und Hillary Clinton betreten die Bühne: Das zweite TV-Duell der beiden Präsidentschaftskandidaten. (9. Oktober 2016)
Kein Handschlag: Donald Trump und Hillary Clinton betreten die Bühne: Das zweite TV-Duell der beiden Präsidentschaftskandidaten. (9. Oktober 2016)
Julio Cortez, Keystone
Forderte Haft für seine Gegnerin: Donald Trump will wegen ihres Umgangs mit ihren dienstlichen E-Mails als US-Aussenministerin Clinton im Gefängnis sehen. (9. Oktober 2016)
Forderte Haft für seine Gegnerin: Donald Trump will wegen ihres Umgangs mit ihren dienstlichen E-Mails als US-Aussenministerin Clinton im Gefängnis sehen. (9. Oktober 2016)
Rick Wilking, Reuters
Angespannte Stimmung: Melania (links), Ivanka (Mitte) und Eric Trump verfolgen gespannt das Duell ihres Ehemanns und Vaters. (9. Oktober 2016)
Angespannte Stimmung: Melania (links), Ivanka (Mitte) und Eric Trump verfolgen gespannt das Duell ihres Ehemanns und Vaters. (9. Oktober 2016)
Brian Snyder, Reuters
Hillary Clinton geht nicht auf die Vorwürfe gegen ihren Mann Bill ein. (9. Oktober 2016)
Hillary Clinton geht nicht auf die Vorwürfe gegen ihren Mann Bill ein. (9. Oktober 2016)
Gary He, Keystone
Kühle Stimmung: Bill Clinton mit Donald Jr. (links) und Eric Trump (rechts). (9. Oktober 2016)
Kühle Stimmung: Bill Clinton mit Donald Jr. (links) und Eric Trump (rechts). (9. Oktober 2016)
Mike Segar, Reuters
«Niemand respektiert Frauen mehr als ich»: Donald Trump verteidigt sich beim TV-Duell. (9. Oktober 2016)
«Niemand respektiert Frauen mehr als ich»: Donald Trump verteidigt sich beim TV-Duell. (9. Oktober 2016)
John Locher, Keystone
Clinton und Trump schenken sich nichts. Laut einer Blitzumfrage des Senders CNN hat Clinton das zweite TV-Duell gegen Donald Trump gewonnen. (9. Oktober 2016)
Clinton und Trump schenken sich nichts. Laut einer Blitzumfrage des Senders CNN hat Clinton das zweite TV-Duell gegen Donald Trump gewonnen. (9. Oktober 2016)
Rick T. Wilking, Keystone
Wird von Trump attackiert: Bill Clinton (rechts) mit Tochter Chelsea und ihrem Mann Marc Mezvinsky. (9. Oktober 2016)
Wird von Trump attackiert: Bill Clinton (rechts) mit Tochter Chelsea und ihrem Mann Marc Mezvinsky. (9. Oktober 2016)
Patrick Semansky, Keystone
Sie reichen sich die Hände: Melania Trump und Bill Clinton. (9. Oktober 2016)
Sie reichen sich die Hände: Melania Trump und Bill Clinton. (9. Oktober 2016)
Gary He, Keystone
«So böse wie ISIS bin ich nicht.» Mit diesem Spruch sorgte Donald Trump für den unbeabsichtigten Lacher des Abends. Er wurde auf sein pikantes Video angesprochen, wich aus und sprach über ISIS. (9. Oktober 2016)
«So böse wie ISIS bin ich nicht.» Mit diesem Spruch sorgte Donald Trump für den unbeabsichtigten Lacher des Abends. Er wurde auf sein pikantes Video angesprochen, wich aus und sprach über ISIS. (9. Oktober 2016)
Aaron P. Bernstein, Reuters
Trump präsentiert der Presse kurz vor der Debatte Frauen, welche Bill Clinton sexuelle Übergriffe vorwerfen. (9. Oktober 2016)
Trump präsentiert der Presse kurz vor der Debatte Frauen, welche Bill Clinton sexuelle Übergriffe vorwerfen. (9. Oktober 2016)
Keystone
Hillary Clinton landet in St. Louis. (9. Oktober 2016)
Hillary Clinton landet in St. Louis. (9. Oktober 2016)
Andrew Harnik, Keystone
Zweite TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten: Das Studio in der Washington University in Saint Louis, Missouri, ist bereit. (9. Oktober 2016)
Zweite TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten: Das Studio in der Washington University in Saint Louis, Missouri, ist bereit. (9. Oktober 2016)
Jim Lo Scalzo, Keystone
Ungewohnte Zurückhaltung: Hillary Clinton hat Trump, der sehr stark unter Druck war, nicht weiter belasten können. (9. Oktober 2016)
Ungewohnte Zurückhaltung: Hillary Clinton hat Trump, der sehr stark unter Druck war, nicht weiter belasten können. (9. Oktober 2016)
Rick Wilking, Reuters
Im Kreuzfeuer: Bill Clinton muss sich gegen Missbrauchsvorwürfe aus dem gegnerischen Lager seiner Gattin wehren. Im Bild begrüsst der ehemalige Präsident Ivanka Trump. (9. Oktober 2016)
Im Kreuzfeuer: Bill Clinton muss sich gegen Missbrauchsvorwürfe aus dem gegnerischen Lager seiner Gattin wehren. Im Bild begrüsst der ehemalige Präsident Ivanka Trump. (9. Oktober 2016)
Jim Young, Reuters
Clinton meinte nach dem Auftritt ihres Konkurrenten: «Ich war überrascht von der Lawine absoluter Unwahrheit.» (9. Oktober 2016)
Clinton meinte nach dem Auftritt ihres Konkurrenten: «Ich war überrascht von der Lawine absoluter Unwahrheit.» (9. Oktober 2016)
Lucy Nicholson, Reuters
Stellt sich nach der Debatte als Opfer dar: Donald Trump beschwert sich, dass die Moderatoren seine Gegnerin Clinton immer ausreden lassen und er sich hingegen immer an die Zeiten halten müsse. (9. Oktober 2016)
Stellt sich nach der Debatte als Opfer dar: Donald Trump beschwert sich, dass die Moderatoren seine Gegnerin Clinton immer ausreden lassen und er sich hingegen immer an die Zeiten halten müsse. (9. Oktober 2016)
Rick Wilking, Reuters
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Der ehemalige Star-Basketballer und jetzige Trainer des Teams der North Carolina Central University, LeVelle Moton, schrieb: «Ich gehe seit dem Alter von fünf Jahren in Umkleidekabinen. Bei dem, was Trump gesagt hat, geht es nicht um 'Umkleidegespräche', sondern um sexuelle Belästigung».

(AFP)

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