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Stormy Daniels steckt vor Gericht eine Niederlage gegen Trump ein

Die Pornodarstellerin, die mit Donald Trump eine Affäre gehabt haben soll, blitzt mit einer Verleumdungsklage vor Gericht ab.

chk
Muss die Anwaltskosten von Donald Trump übernehmen: Stephanie Clifford, auch bekannt als Stormy Daniels, an einer Erotikmesse in Berlin. (11. Oktober 2018)
Muss die Anwaltskosten von Donald Trump übernehmen: Stephanie Clifford, auch bekannt als Stormy Daniels, an einer Erotikmesse in Berlin. (11. Oktober 2018)
Kamil Zihnioglu, Keystone
«Alle Informationen zur Verfügung gestellt»: Novartis gab bekannt, kooperiert zu haben.
«Alle Informationen zur Verfügung gestellt»: Novartis gab bekannt, kooperiert zu haben.
Urs Jaudas
Trafen sich am WEF: US-Präsident Trump nahm im Januar an einem gemeinsamen Dinner mit Novartis-Chef Vasant Narasimhan teil.
Trafen sich am WEF: US-Präsident Trump nahm im Januar an einem gemeinsamen Dinner mit Novartis-Chef Vasant Narasimhan teil.
Patrick Straub, Keystone
Vasant Narasimhan, chief medical officer of Novartis AG, looks on during a news conference to announce the company's results in Basel, Switzerland, on Wednesday, Jan. 25, 2017. Novartis proposed buying back $5 billion of shares and said it's considering separating its embattled eye-care division after projecting that sales this year at Europe's second-biggest drugmaker will likely be largely unchanged from 2016. Photographer: Michele Limina/Bloomberg
Vasant Narasimhan, chief medical officer of Novartis AG, looks on during a news conference to announce the company's results in Basel, Switzerland, on Wednesday, Jan. 25, 2017. Novartis proposed buying back $5 billion of shares and said it's considering separating its embattled eye-care division after projecting that sales this year at Europe's second-biggest drugmaker will likely be largely unchanged from 2016. Photographer: Michele Limina/Bloomberg
Michele Limina/Bloomberg
Bekam sie das Geld von einem russischen Oligarchen? Stormy Daniels erhebt neue Vorwürfe gegen Trump. (16. April 2018)
Bekam sie das Geld von einem russischen Oligarchen? Stormy Daniels erhebt neue Vorwürfe gegen Trump. (16. April 2018)
Drew Angerer, AFP
Das Geld an Stormy Daniels sei von Trump über Monate an seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen zurückbezahlt worden, gab der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani bekannt. (Archivbild)
Das Geld an Stormy Daniels sei von Trump über Monate an seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen zurückbezahlt worden, gab der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani bekannt. (Archivbild)
Drew Angerer/Getty Images, AFP
Trumps Anwalt Michael Cohen vor dem Gerichtsgebäude in New York.
Trumps Anwalt Michael Cohen vor dem Gerichtsgebäude in New York.
Craig Ruttle/Keystone
Erzählt von der angeblichen Sexaffäre mit US-Präsident Trump: Stormy Daniels im Interview mit Anderson Cooper auf CBS News. (25. März 2018)
Erzählt von der angeblichen Sexaffäre mit US-Präsident Trump: Stormy Daniels im Interview mit Anderson Cooper auf CBS News. (25. März 2018)
CBS News/60 Minutes, Keystone
«Ich finde es nicht okay, als Lügnerin dazustehen»: Stormy Daniels am Adult Video News Award. (27. Januar 2018)
«Ich finde es nicht okay, als Lügnerin dazustehen»: Stormy Daniels am Adult Video News Award. (27. Januar 2018)
Ethan Miller/Getty Images, AFP
Die Pornodarstellerin kommt in einem Stripclub in Florida an. (9. März 2018)
Die Pornodarstellerin kommt in einem Stripclub in Florida an. (9. März 2018)
Joe Raedle, AFP
Stormy Daniels während eines Stripauftritts in einem Club in Fort Lauderdale. (9. März 2018)
Stormy Daniels während eines Stripauftritts in einem Club in Fort Lauderdale. (9. März 2018)
Joe Raedle, AFP
Daniels soll für eine Schweigevereinbarung 130'000 Dollar bekommen haben. (10. Februar 2008)
Daniels soll für eine Schweigevereinbarung 130'000 Dollar bekommen haben. (10. Februar 2008)
Chris Pizzello, Keystone
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Pornodarstellerin Stormy Daniels muss im Streit mit US-Präsident Donald Trump eine juristische Niederlage einstecken: Ein Bundesrichter in Los Angeles wies am Montag ihre Verleumdungsklage gegen Trump ab.

Verleumdungsklage: Stormy Daniels muss im Streit mitDonald Trump eine juristische Niederlage einstecken. (Video: Tamedia/SDA)

Daniels – die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heisst – gibt an, sie habe 2006 eine Affäre mit Trump gehabt, was dieser bestreitet. Bei dem Prozess ging es um einen Tweet Trumps im Zusammenhang mit einer angeblichen Bedrohung Cliffords.

Clifford sah sich mit dem Tweet der Lüge bezichtigt. Richter James Otero sah darin aber eine «rhetorische Überspitzung», die durch die in der Verfassung verankerte Meinungsfreiheit gedeckt sei.

Alles Lüge?

In ihrer Klage gab Clifford an, sie habe im Mai 2011 zugesagt, mit dem «In Touch Magazine» über ihr Verhältnis zu Trump zu sprechen. Sie und ihre Tochter seien daraufhin von einem Mann bedroht worden, der ihr gesagt habe: «Lass Trump in Ruhe. Vergiss die Story.» Nach der Wahl Trumps im November 2017 habe sie ein Phantombild des Mannes anfertigen lassen und dieses Bild am 17. April dieses Jahres veröffentlicht.

Trump schrieb am Tag darauf auf Twitter: «Ein Sketch Jahre später von einem nichtexistenten Mann. Ein totaler Betrug.» Clifford warf Trump in der Klage vor, sie der Lüge und der Falschbeschuldigung bezichtigt zu haben. Der Tweet sei daher falsch und verleumderisch. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht und verpflichtete Clifford dazu, Trumps Anwaltskosten zu übernehmen. Cliffords Anwalt Michael Avenatti kündigte an, Berufung einzulegen.

Ausstieg aus Vereinbarung

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 unterzeichnete die Frau eine Vereinbarung mit Trumps Anwalt Michael Cohen, in der sie sich verpflichtete, das angebliche Abenteuer nicht auszuplaudern. Im Gegenzug zahlte Cohen ihr 130'000 Dollar. Clifford will aus der Schweigevereinbarung aussteigen und ist deswegen vor Gericht gezogen.

Das Weisse Haus hat die Affäre wiederholt dementiert. Trump hatte zunächst bestritten, von der Überweisung gewusst zu haben. Später räumte er aber ein, er habe seinem Anwalt das Geld erstattet.

Die Affäre ist neben der angekündigten Berufung auch aus einem weiteren Grund noch nicht beendet. Denn das Urteil zur Verleumdungsklage hat keinen Einfluss auf ein separates Gerichtsverfahren zum Schweigegeld.

(SDA)

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