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Tausende flüchten vor Drogenkrieg

In der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez herrscht ein blutiger Kampf unter Drogenkartellen. Rund 800 Morde haben Tausende Familien in die Flucht getrieben.

Seit Anfang Jahr hätten rund 3000 Familien die Stadt verlassen, sagte der Politikwissenschaftler Antonio Payan von der University of Texas in El Paso. Die meisten Flüchtlinge gehörten der Mittelklasse an. Viele der Geflohenen besitzen neben der mexikanischen bereits die US-Staatsbürgerschaft.

Die 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt Ciudad Juárez ist Schauplatz eines blutigen Konflikts zwischen den Drogenkartellen Sinaloa und Juárez.

800 Morde seit Anfang Jahr

Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden in diesem Jahr bisher rund 800 Morde gezählt, laut Experten drei Mal so viele wie im ganzen Jahr 2007. Erst am Mittwoch wurden in einem Zentrum für Drogenentzug mindestens acht Menschen getötet. Die Täter konnten fliehen.

Auch Raubfälle, Entführungen und Schutzgelderpressungen haben nach Angaben der University of San Diego in Ciudad Juárez zugenommen. Um die Drogenmafia zu bekämpfen, hat die mexikanische Regierung mehr als 36'000 Soldaten im ganzen Land stationiert, davon 2500 in Ciudad Juárez.

SDA/grü

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