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«Tritt an, Joe, tritt an»

Ein Versprecher nährt die Spekulationen um Joe Bidens Präsidentschaftsbewerbung. Er war von 2009 bis 2017 Vizepräsident unter Barack Obama.

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Wollen es nochmals wissen: Ex-Vizepräsident Joe Biden (76) ...
Wollen es nochmals wissen: Ex-Vizepräsident Joe Biden (76) ...
Rick Bowmer (AP)
Zählen auf Hillary Clintons Hilfe: Senatorin Amy Klobuchar (58), Minnesota, ...
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Steven Senne, Keystone
... Senator Cory Booker (49), New Jersey, ...
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Eduardo Munoz (Reuters)
... Senatorin Kamala Harris (54), Kalifornien, ...
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Bob Strong (Reuters)
... Senatorin Elizabeth Warren (69), Massachusetts, ...
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Matthew Putney (AP)
... oder John Hickenlooper (67), Ex-Gouverneur von Colorado.
... oder John Hickenlooper (67), Ex-Gouverneur von Colorado.
Yuri Gripas, Reuters
Julian Castro (43), unter Obama Wohnungsbauminister, holte sich Clintons Rat, ...
Julian Castro (43), unter Obama Wohnungsbauminister, holte sich Clintons Rat, ...
Etienne Laurent, Keystone
... Steve Bullock, Gouverneur von Montana, soll sich um einen Termin bemühen.
... Steve Bullock, Gouverneur von Montana, soll sich um einen Termin bemühen.
Chris Kleponis, Keystone
Senatorin Kirsten Gillibrand (51), New York, hat nicht um eine Audienz gebeten.
Senatorin Kirsten Gillibrand (51), New York, hat nicht um eine Audienz gebeten.
Manuel Balce Ceneta, Keystone
Und auch der als Jungstar gefeierte Beto O'Rourke (46) aus Texas hat bisher bei Clinton nicht angeklopft.
Und auch der als Jungstar gefeierte Beto O'Rourke (46) aus Texas hat bisher bei Clinton nicht angeklopft.
Sergio Flores (Getty Images)
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Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden macht es weiter spannend: Bei einer politischen Grossveranstaltung in seinem Heimat-Bundesstaat Delaware trat er zwar ganz wie ein US-Präsidentschaftsbewerber auf, liess aber weiter offen, ob er sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewirbt.

Ein vielsagender Versprecher machte seinen Anhängern allerdings Hoffnungen. Fast tausend Biden-Anhänger sowie führende Demokraten bereiteten dem 76-Jährigen bei einem Abendessen am Samstag (Ortszeit) in Dover einen begeisterten Empfang.

Biden sagte, es sei an der Zeit, das «Rückgrat» der USA wieder aufzubauen. Gebraucht werde ein politischer «Konsens», damit das Land die vergiftete Atmosphäre unter dem republikanischen US-Präsidenten Donald Trump hinter sich lassen könne.

«Unsere Politik ist so gemein geworden, so engstirnig, so lasterhaft, dass wir uns selbst nicht regieren können, in vielen Fällen nicht einmal miteinander reden können», beklagte Biden.

«Haben Biden nie mehr gebraucht als jetzt»

Er selbst werde «von der neuen Linken kritisiert». Dabei sei er der Fortschrittlichste «von jedem, der antritt für die Vereinigten...», sagte Biden und unterbrach sich dann selbst. «Jedem, der antreten würde», setzte er dann hinzu.

Ein Raunen ging durch die Menge. Einige Biden-Fans fingen an, «Tritt an, Joe, tritt an» zu rufen. «Ich habe es nicht so gemeint», entgegnete Biden lachend.

Delawares Gouverneur John Carney feuerte die Menge an. «Er sieht nicht nur aus, als wäre er zurück – er sieht aus, als wäre er bereit für einen Kampf», sagte er und fügte hinzu: «Meiner bescheidenen Meinung nach haben wir Joe Biden nie mehr gebraucht als jetzt.»

Bereits 15 Anwärter

Biden war von 2009 bis 2017 Vizepräsident unter Präsident Barack Obama. Er gilt als aussichtsreicher Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten im Jahr 2020. Allerdings ist das Bewerberfeld mit bislang 15 Anwärtern schon jetzt sehr gross.

So warfen unter anderem die Senatoren Cory Booker, Kirsten Gillibrand, Kamala Harris, Amy Klobuchar, Bernie Sanders und Elizabeth Warren sowie der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro ihren Hut in den Ring. Am Donnerstag gab der frühere Kongressabgeordnete Beto O'Rourke seine Bewerbung offiziell bekannt.

Zur Bestimmung des Präsidentschaftskandidaten finden in der ersten Jahreshälfte 2020 Vorwahlen in allen 50 Bundesstaaten sowie dann im Sommer Nominierungsparteitage statt.

(SDA)

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