Trump braucht neuen Minister für innere Sicherheit

In der Regierung von US-Präsident Donald Trump kommt es erneut zu einem Abgang. Der Heimatschutzminister war erst seit April interimsmässig im Amt.

Familiäre Gründe sollen den Minister zu dem Schritt bewogen haben: Präsident Donald Trump und sein zurücktretender Heimatschutzminister Kevin McAleenan. (18. September 2019)

Familiäre Gründe sollen den Minister zu dem Schritt bewogen haben: Präsident Donald Trump und sein zurücktretender Heimatschutzminister Kevin McAleenan. (18. September 2019)

(Bild: Keystone)

Der Interims-Minister für innere Sicherheit, Kevin McAleenan, tritt überraschend zurück. Dies teilte US-Präsident Donald Trump am Freitag via Twitter mit.

Trump begründete den Abgang McAleenans damit, dass es den 48-Jährigen nach vielen Jahren in der Regierung in die Privatwirtschaft ziehe und er künftig auch mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wolle.

McAleenan habe als amtierender Heimatschutzminister «einen herausragenden Job gemacht», schrieb Trump und verwies auf den Rückgang illegaler Grenzübertritte in den vergangenen Monaten.

Seit April im Amt

McAleenans Nachfolger oder seine Nachfolgerin werde nächste Woche vorgestellt, es gebe «viele wundervolle Kandidaten», teilte Trump weiter mit. McAleenan bedankte sich - ebenfalls via Twitter - beim Präsidenten und kündigte an, bei der reibungslosen Übergabe seines Amtes mitzuhelfen.

McAleenan hatte erst im April Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen kommissarisch auf dem Posten abgelöst. Er war bis dahin Vorsitzender der untergeordneten Grenzschutzbehörde CBP gewesen.

Dutzende Rausschmisse und Rücktritte

Ein Grund für den Abgang Nielsens wurde damals nicht genannt, sie soll aber schon lange zuvor bei Trump in Ungnade gefallen sein. Trump hatte ihr US-Medienberichten zufolge vorgeworfen, den Ansturm von Migranten aus Lateinamerika an der Grenze nicht zu bewältigen. Seit McAleenan das Amt kommissarisch übernahm, sind die Zahlen der illegalen Grenzübertritte aus Mexiko in die USA deutlich zurückgegangen.

Unter Trumps Führung hat es in seinen nicht einmal drei Amtsjahren schon Dutzende Rausschmisse, Personalwechsel und Rücktritte gegeben. Zuletzt hatte Trump vor einem Monat seinen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton entlassen.


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roy/SDA

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