Trump ist mit neuen Betrugsvorwürfen konfrontiert

Wegen Werbung für dubiose Investitionen: Vier Bürger reichten eine Klage gegen den US-Präsidenten, seine drei ältesten Kinder und das Familienunternehmen ein.

Laut Angaben der Kläger hätten die Trumps jedes ihrer Opfer hereingelegt: Ein Screenshot des Werbevideos. (Quelle: Youtube/ACN)

Laut Angaben der Kläger hätten die Trumps jedes ihrer Opfer hereingelegt: Ein Screenshot des Werbevideos. (Quelle: Youtube/ACN)

Die Kläger werfen Trump und der Trump Organization vor, sie mit Werbeauftritten zu Investitionen in die auf Direktmarketing spezialisierte Telekommunikationsfirma ACN verleitet zu haben. Dabei hätten sie hohe Geldsummen verloren.

Die Kläger beantragten, eine Sammelklage zuzulassen, damit andere Bürger sich ihnen anschliessen können. Sie hatten sich der Klageschrift zufolge dem Direktmarketing-Netzwerk von ACN angeschlossen, nachdem Trump in Werbevideos dafür geworben hatte. Die Einnahmen, die sich die Kläger durch ihre Investitionen in das Netzwerk erhofft hatten, blieben jedoch aus.

Trump rührt die Werbetrommel für ACN. Video: Youtube/acnincome

«Die Trumps haben jedes dieser Opfer hereingelegt, damit sie hunderte oder tausende Dollar ausgeben – Verluste, die viele von ihnen als verheerend und prägend erlebt haben», heisst es in der Klage. Die Kläger bezeichneten sich als «Amerikaner aus der Arbeiterklasse», laut der Klage waren unter ihnen Mitarbeiter sozialer Einrichtungen.

ACN bietet Direktmarketing-Dienstleistungen an, vor allem für Telefon- und Internetdienste. Die selbstständigen Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus. Trump besteht darauf, er habe mit seiner Werbung für ACN kein Geld verdienen wollen. Der Klage zufolge erhielt er jedoch versteckte Honorare in Millionenhöhe für seine Dienste für ACN zwischen 2005 und 2015.

Bereits Millionenbeträge für Vergleiche bezahlt

Das Trump-Unternehmen nahm zunächst nicht zu der Klage Stellung. ACN erklärte, Trump sei von 2006 bis zur Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur 2015 als bezahlter Werbebotschafter für die Firma tätig gewesen. Das Unternehmen verteidigte sein Geschäftsmodell. Es betonte, es sei mit seinen 18,6 Millionen Beschäftigten in den USA ein wichtiger Arbeitgeber und mache jährlich 35 Milliarden Dollar (30,8 Milliarden Euro) Umsatz.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump mit Betrugsvorwürfen konfrontiert ist. Kurz nach seiner Wahl zum US-Präsidenten Ende 2016 legte er mehrere Rechtsstreitigkeiten mit Vergleichen bei und willigte in die Zahlung von insgesamt rund 25 Millionen Dollar ein.

nag/AFP

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