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Trump und Kim werden sich in Hanoi treffen

Der zweite Gipfel zwischen dem US-Präsidenten und dem nordkoreanischen Machthaber wird in der vietnamesischen Hauptstadt durchgeführt. Die Vorbereitungen dazu laufen.

Historischer Handschlag: Im vergangenen Juni trafen sich Donald Trump und Kim Jong-un zum ersten Gipfel in Singapur. (Archivbild) AP Photo/Evan Vucci
Historischer Handschlag: Im vergangenen Juni trafen sich Donald Trump und Kim Jong-un zum ersten Gipfel in Singapur. (Archivbild) AP Photo/Evan Vucci

Der US-Sondergesandte für Nordkorea, Stephen Biegun, hat sich in Nordkorea mit seinem nordkoreanischen Kollegen getroffen, um den zweiten Gipfel zwischen Präsident Donald Trump und Kim Jong-un vorzubereiten. Dies teilte das US-Aussenministerium am Freitag mit.

Biegung hielt sich demnach von Mittwoch bis Freitag in der Hauptstadt Pyongyang auf, wo er sich mit dem nordkoreanischen Unterhändler Kim Hyok Chol traf, um über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu sprechen.

Der Gipfel zwischen Trump und Kim Jong-un soll am 27. und 28 Februar in Vietnam stattfinden. Er werde in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi durchgeführt. Dies gab der US-Präsident zudem am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt. Der genaue Ort war noch unklar gewesen.

Trump hatte sich im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit dem nordkoreanischen Machthaber getroffen. Kim betonte bei der Zusammenkunft in Singapur zwar seine Bereitschaft zur «kompletten Denuklearisierung».

Allerdings gab es keine konkreten Zusagen, bis wann das kommunistisch regierte und international weitgehend isolierte Nordkorea sein Atomwaffenarsenal abrüsten will und wie Gegenleistungen der USA aussehen könnten. Zuletzt wurden kaum Fortschritte bei den Gesprächen bekannt.

«Sehr produktives Treffen»

Trump erklärte weiter, seine Unterhändler hätten Nordkorea nach einem «sehr produktiven Treffen» wieder verlassen und dabei den genauen Zeitplan für sein zweites Treffen mit Kim vereinbart. «Ich freue mich darauf, Leader Kim zu sehen und die Sache des Friedens voranzubringen!», fügte Trump hinzu. Ausserdem bescheinigte er Nordkorea blendende wirtschaftliche Aussichten und sprach seinem Gipfelpartner ein grosses Lob aus.

«Unter der Führung Kim Jong-uns wird Nordkorea ein grossartiges wirtschaftliches Kraftzentrum werden. Er mag ja einige überraschen, aber mich wird er nicht überraschen, weil ich ihn kennengelernt habe und vollkommen verstehe, wie fähig er ist», schrieb Trump über den Mann, den er einst - nicht ohne Spott - als «Rocket Man» tituliert hatte. «Nordkorea wird eine andere Art von Rakete werden - eine wirtschaftliche!»

Hanoi mit Erfahrung

Südkoreas Präsident Moon Jae In, der im vergangenen Jahr eine wichtige Vermittlerrolle zwischen Washington und Pyongyang gespielt hatte, hatte vorab die Symbolkraft der Entscheidung für Vietnam als Gastgeber betont. Vietnam biete die perfekte Bühne für ein neues Kapitel in der Geschichte zwischen Nordkorea und den USA. Vietnam und die USA hätten einst «Schwerter und Kanonen gegeneinander gerichtet, jetzt aber sind sie Freunde».

Auch zwischen Pyongyang und Washington hat unter Trump - trotz zwischenzeitlicher Kraftproben und Wortgefechte - ein gewisses Tauwetter eingesetzt. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel scheint inzwischen weniger brisant als vor dem Amtsantritt des Republikaners.

Hanoi dürfte das Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim zwar höchste Sicherheitsvorkehrungen und einen Ansturm internationaler Medien bescheren. Mit internationalen Grossereignissen hat die Millionenstadt allerdings bereits Erfahrung.

SDA

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