Trump warnt Iran: «Bedrohen Sie niemals wieder die USA»

Hassan Rohani hatte am Sonntag den USA mit der «Mutter aller Schlachten» gedroht. Der US-Präsident antwortete mit drastischen Worten.

Sendet eine klare Botschaft an die Adresse von Irans Präsidenten Hassan Rohani: Donald Trump.

Sendet eine klare Botschaft an die Adresse von Irans Präsidenten Hassan Rohani: Donald Trump.

(Bild: Keystone Carolyn Kaster)

US-Präsident Donald Trump hat die Islamische Republik Iran mit drastischen Worten verwarnt: «Bedrohen Sie niemals wieder die USA oder Sie werden Konsequenzen zu spüren bekommen, die nur wenige in der Geschichte jemals zu spüren bekommen haben.»

Dies schrieb Trump am Sonntagabend in einer im Kurzbotschaftendienst Twitter an den iranischen Präsidenten Hassan Rohani gerichteten Mitteilung. «Wir sind kein Land mehr, das für Ihre verrückten Worte der Gewalt und des Todes steht, passen Sie auf!», warnte Trump, der den gesamten Tweet in Grossbuchstaben schrieb.

Der iranische Staatschef hatte den USA bei einer im Fernsehen übertragenen Rede in Teheran am Sonntag mit der «Mutter aller Schlachten» gedroht. «Der Frieden mit dem Iran wäre die Mutter allen Friedens, und Krieg mit dem Iran wäre die Mutter aller Schlachten», sagte Rohani.

«Sie können nicht das iranische Volk aufhetzen»

Er richtete sich auch direkt an Trump: «Sie erklären Krieg und behaupten dann, das iranische Volk unterstützen zu wollen», sagte Rohani. «Sie können nicht das iranische Volk aufhetzen, entgegen seiner eigenen Sicherheit und seinen eigenen Interessen.» Er warnte, die USA sollten nicht mit dem Feuer spielen, dies könnten sie «für immer bereuen».

Unterdessen haben die USA nach Worten von Aussenminister Mike Pompeo «keine Angst» davor, iranische Beamte «auf höchster Ebene» der Regierung mit Sanktionen zu belegen. Pompeo äusserte sich am Sonntag bei einer Rede in Kalifornien und bezog sich auf den im Januar mit Sanktionen belegten Leiter des iranischen Justizapparates, Sadek Laridschani.

«Es wird mehr geben», kündigte Pompeo an. «Regime-Führer, insbesondere an der Spitze der Revolutionsgarden und der Kuds-Truppen, müssen die schmerzhaften Konsequenzen ihrer schlechten Entscheide zu spüren bekommen», sagte der US-Aussenminister mit Blick auf die iranische Eliteeinheit und die mit Auslandseinsätzen beauftragten Truppen.

USA bleiben hart

Pompeo bekräftigte zudem die Forderung Washingtons, wonach alle Länder bis zum 4. November ihre Erdölimporte aus dem Iran «so weit wie möglich gegen Null» reduzieren sollen.

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai den Ausstieg seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran erklärt und die Wiedereinsetzung der Sanktionen angekündigt. Zudem verlangt die US-Regierung von allen ausländischen Staaten, ihre Erdöl-Importe aus dem Iran zu stoppen. Leisten sie nicht Folge, sollen ab dem 4. November Sanktionen verhängt werden.


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Anfang Juli empfing Bundespräsident Alain Berset den iranischen Präsidenten.


sda

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