Trump will mehr hochqualifizierte Einwanderer

US-Präsident Donald Trump hat sein «beneidenswertes» Einwanderungsmodell vorgestellt. Die Opposition nennt die Vorschläge eine «Totgeburt».

Einbürgerungszeremonie in Centennial, Colorado: Vignesh Narayan (vorne) und Muhammad Abdulla halten beim Treuegelöbnis gegenüber der USA («Pledge of Allegiance») beide ihre rechte Hand auf dem Herzen. (16. Mai 2019)

Einbürgerungszeremonie in Centennial, Colorado: Vignesh Narayan (vorne) und Muhammad Abdulla halten beim Treuegelöbnis gegenüber der USA («Pledge of Allegiance») beide ihre rechte Hand auf dem Herzen. (16. Mai 2019)

(Bild: Keystone David Zalubowski)

US-Präsident Donald Trump will die Einwanderung in die USA stärker als bislang nach Leistungskriterien steuern. Trump stellte am Donnerstag seine Reform für die Einwanderungspolitik des Landes vor. Die Reform sieht unter anderem eine deutliche Erhöhung der Einwanderungsquote für Fachkräfte vor. Ausländer sollen zudem künftig Englisch lernen und einen Einbürgerungstest absolvieren, bevor sie einwandern dürfen. Die Opposition erteilte den Plänen gleich eine Absage.

Sein Plan werde dafür sorgen, dass die Welt die USA für ihr Einwanderungsmodell beneiden werde, sagte Trump im Rosengarten des Weissen Hauses in Washington. Die Reform sieht unter anderem eine deutliche Erhöhung der Einwanderungsquote für Fachkräfte vor.

«Die grösste Veränderung» sei die Erhöhung des Anteils hochqualifizierter Einwanderer von zwölf auf 57 Prozent, sagte der US-Präsident. Vielleicht werde dieser Anteil sogar noch weiter steigen. Eine grosser Teil der Einwanderer müsse durch «Leistung und Können» ins Land kommen.

Derzeit kämen etwa 66 Prozent der Einwanderer, die legal ins Land kommen, auf der Grundlage einer vom Zufall bestimmten Auswahl, sagte Trump. Er wolle ein Punktesystem für Bewerber, damit die USA für ihre Wirtschaft die «Top-Talente» bekomme.

Die oppositionellen Demokraten wiesen die Vorschläge umgehend ab: «Diese Totgeburt von Plan ist nicht im Entferntesten seriös», sagte Abgeordnetenhauschefin Nancy Pelosi. Trump hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem seiner Hauptanliegen gemacht und spricht von einem «nationalen Notstand». Seine harte Haltung in der Migrationspolitik stösst bei den oppositionellen Demokraten und bei Menschenrechtsgruppen auf scharfe Kritik. Dass es sein neuer Einwanderungsplan durch den US-Kongress schafft, gilt als unwahrscheinlich.

sep/AFP

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