US-Präsident Trump ruft Weltraum-Militärkommando ins Leben

Mit SpaceCom will Donald Trump künftig sicherstellen, dass die «Vorherrschaft Amerikas im All nie bedroht wird».

Eröffnung von Space Command: Donald Trump hört US-Luftwaffengeneral John Raymond zu. (29. August 2019) Bild: Kevin Lamarque/Reuters

Eröffnung von Space Command: Donald Trump hört US-Luftwaffengeneral John Raymond zu. (29. August 2019) Bild: Kevin Lamarque/Reuters

US-Präsident Donald Trump hat im Pentagon ein neues Militärkommando für den Weltraum eingerichtet. «SpaceCom stellt sicher, dass die Dominanz Amerikas im Weltraum nie bedroht wird», sagte Trump am Donnerstag bei einer Zeremonie im Weissen Haus.

Das neue Kommando, das unter anderem US-Satelliten vor feindlichen Angriffen schützen soll, steht unter Führung von Luftwaffengeneral John Raymond.

«Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im Weltraum zu haben», sagte Trump. «Wir müssen amerikanische Vorherrschaft im Weltall haben.» Die Feinde der USA könnten in der Umlaufbahn der Erde mit neuer Technologie Satelliten angreifen, die «entscheidend sind für unsere Einsätze auf dem Schlachtfeld und für unser Leben zu Hause», warnte Trump.

Neuer US-Armee-Zweig

Bald werde es auch eine «Space Force» als eigenständiger sechster Arm des US-Militärs geben, kündigte Trump zudem an. Er hatte die Idee der Weltraumstreitkräfte bereits vor längerer Zeit aufgebracht – sie stiess beim US-Verteidigungsministerium und im amerikanischen Parlament jedoch auf wenig Begeisterung. Ein neuer Zweig der US-Armee kann aber nur mit Zustimmung des Kongresses gebildet werden.

Das US-Weltraumkommando soll die Dominanz der USA im Weltraum sichern. Präsident Trump hinter einer Flagge mit dem Signet von Space Command. (29. August 2019) Bild: Kevin Lamarque/Reuters

Trump hatte bereits 2017 Jahr angekündigt, Astronauten wieder zum Mond und später auch zum Mars schicken zu wollen. Die Raumfahrtbehörde Nasa arbeitet an Plänen, einen Aussenposten auf dem Mond einzurichten.

Die Nasa setzt seit dem Ende ihres Shuttle-Programms im Jahr 2011 auf Privatfirmen, um Fracht zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren. Trump will die ISS privatisieren, um mehr Geld für andere Nasa-Projekte, wie die Rückkehr zum Mond, zu haben.

oli/sda

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