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USA soll Uran von einstigem Kriegsfeind beziehen

Die USA verhandeln mit dem kommunistischen Vietnam über Lieferungen von Atommaterial. Politiker aus dem US-Kongress kritisieren den angestrebten Handel scharf.

US-Atomkraftwerke könnten künftig mit Uran aus dem Vietnam betrieben werden: Kühltürme auf Three Mile Island's.
US-Atomkraftwerke könnten künftig mit Uran aus dem Vietnam betrieben werden: Kühltürme auf Three Mile Island's.
Keystone

Demnach könnten US-Firmen dem einstigen Feind nuklearen Brennstoff und Technologien zur zivilen Nutzung verkaufen.

Vorausgegangene Angaben des «Wall Street Journal», nach denen der Handel Vietnam die Anreicherung von Uran auf eigenem Boden erlauben würde, bestätigte das Aussenamt zwar nicht direkt.

Sprecher Philip Crowley wies aber darauf hin, dass Vietnam den internationalen Vertrag zur Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen unterzeichnet habe. Wie alle anderen Unterzeichnerstaaten auch habe es das Recht zur Urananreicherung für friedliche Zwecke.

Gefährliche Weiterverbreitung

Im Kongress gibt es nach Angaben des «Wall Street Journal» Kritik an der Washingtoner Regierung: Ihr werde vorgeworfen, dass der angestrebte Handel mit Vietnam den amerikanischen Bemühungen schade, die Weiterverbreitung gefährlichen Atommaterials zu verhindern.

Die USA haben erst kürzlich ein ähnliches Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen, die aber auf das Recht auf eigene Urananreicherung verzichten. «Wir würden gewiss andere Staaten dazu ermutigen, sich so zu entscheiden wie die Vereinigten Arabischen Emirate», sagte Crowley. «Aber nicht jedes Land wird sich so entscheiden.»

SDA/mrs

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