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Weisses Haus dementiert Ablösung von Tillerson

US-Aussenminister Rex Tillerson soll abgelöst werden, hiess es in einem Bericht der «New York Times». An seine Stelle solle in den kommenden Wochen CIA-Direktor Mike Pompeo rücken.

Sind sich in wichtigen Punkten uneinig: US-Aussenminister Rex Tillerson (links) und Präsident Trump, hier an einer Kabinettssitzung im Weissen Haus. (20. November 2017)
Sind sich in wichtigen Punkten uneinig: US-Aussenminister Rex Tillerson (links) und Präsident Trump, hier an einer Kabinettssitzung im Weissen Haus. (20. November 2017)
Keystone
Tillerson soll Trump einst nach einer Sitzung im Verteidigungsministerium als «Deppen» bezeichnet haben.
Tillerson soll Trump einst nach einer Sitzung im Verteidigungsministerium als «Deppen» bezeichnet haben.
AFP
Wie die Zeitung «New York Times» unter Berufung auf ranghohe Behördenvertreter berichtete, soll Tillerson durch den amtierenden CIA-Chef Mike Pompeo ersetzt werden.
Wie die Zeitung «New York Times» unter Berufung auf ranghohe Behördenvertreter berichtete, soll Tillerson durch den amtierenden CIA-Chef Mike Pompeo ersetzt werden.
Keystone
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Eine Sprecherin des US-Aussenministeriums hat die Medienberichte über eine baldige Ablösung von Aussenminister Rex Tillerson als unzutreffend zurückgewiesen. Die «New York Times» hatte unter Berufung auf ranghohe Behördenvertreter berichtet, Tillerson soll durch den amtierenden CIA-Chef Mike Pompeo ersetzt werden.

Der Stabschef des Weissen Hauses, John Kelly, habe am Morgen seine Amtskollegin im Aussenministerium, Margaret Peterlin, informiert, dass ein entsprechender Bericht der «New York Times» nicht zutreffe, erklärte Aussenministeriums-Sprecherin Heather Nauert. Im Bericht hatte es geheissen, Kelly habe einen Plan zur Ablösung Tillersons vorbereitet.

Tillerson soll Arbeit fortsetzen

Tillerson habe die Berichte beiseite gewischt, sagte Nauert. Er werde in der nächsten Woche wie geplant nach Europa reisen, und in Brüssel mit den NATO-Aussenministern sowie mit den 28 Aussenministern der Europäischen Union zusammentreffen. Anschliessend werde er in Wien am Treffen der OSZE-Aussenminister teilnehmen, bevor er nach Paris weiterreise, um dort politische Gespräche zu führen, in denen es unter anderem um die Sahel-Zone, Syrien und Libyen sowie um Nordkorea gehen soll.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, wich einer Frage aus, ob Präsident Donald Trump noch Vertrauen in seinen Aussenminister habe. Sie sagte, wenn der Präsident kein Vertrauen mehr hätte, wäre Tillerson nicht mehr im Amt. «Seine Zukunft besteht darin, seine harte Arbeit als Aussenminister fortzusetzen», sagte Sanders.

Verhältnis angespannt

Das Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und Tillerson gilt seit langem als angespannt. Die beiden Politiker vertreten bei zahlreichen aussenpolitischen Themen unterschiedliche Positionen.

Seit Monaten wird über Tillersons Zukunft spekuliert. Anfang November sagte Trump dem Sender Fox News, er wisse nicht, ob er den Ex-Chef des Ölkonzerns Exxonmobil für die gesamte Amtszeit auf dem Posten belassen werde. Er sei nicht glücklich darüber, dass einige im Aussenministerium seine Politik nicht unterstützten, beklagte sich Trump.

Im Nordkorea-Konflikt hatte Trump seinem Aussenminister wegen dessen diplomatischer Bemühungen Zeitverschwendung vorgeworfen. Der US-Fernsehsender NBC berichtete wiederum, Tillerson habe Trump nach einer Sitzung im Verteidigungsministerium als «Deppen» bezeichnet. Ob Trump der Neubesetzung des Ministeramtes bereits zugestimmt habe, sei unklar, berichtete die «New York Times» weiter. Eine Stellungnahme des Weissen Hauses war auf Anfrage von internationalen Agenturen zunächst nicht zu erhalten.

SDA/kaf

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