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US-Regierung ermittelt gegen S&P

Laut US-Medien untersucht das Justizministerium Unregelmässigkeiten bei Bewertungen von Hypothekenbriefen durch die Ratingagentur. Der Fall könnte die Unabhängigkeit der Analysten infrage stellen.

Womöglich nicht die einzige Agentur, gegen die ermittelt wird: Sitz von Standard & Poor's in New York. (Archivbild)
Womöglich nicht die einzige Agentur, gegen die ermittelt wird: Sitz von Standard & Poor's in New York. (Archivbild)

Das US-Justizministerium ermittelt gegen die Ratingagentur Standard & Poor's. Es geht um mögliche Unregelmässigkeiten bei der Bewertung von Hypothekensicherheiten in den Jahren vor Beginn der Finanzkrise, wie die Zeitung «The New York Times» berichtete. Die Ermittlungen seien bereits vor der Herabstufung der USA durch S&P am 5. August eingeleitet worden.

Die Ermittler suchten nach Fällen, in denen Analysten des Unternehmens Hypothekenbriefen eine schlechtere Bewertung ausstellen wollten, aber von anderen S&P-Managern überstimmt wurden, berichtete das Blatt unter Berufung auf Gewährsleute.

Fänden sich solche Fälle, widerspräche dies der Argumentation der Ratingagentur, wonach ihre Analysten unabhängig von Geschäftsinteressen handelten. Ob auch gegen die anderen beiden grossen Ratingagenturen, Moody's und Fitch, ermittelt werde, sei unklar.

dapd/kpn

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