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Bushs Trauerfeier: Bewegende Worte und heikle Begegnungen

Die USA ehrten in einem Staatsakt ihren verstorbenen Ex-Präsidenten. Amtsinhaber Trump sass in einer Reihe mit den Vorgängern Obama, Clinton und Carter.

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Abschied von George H. W. Bush in Washington. (Video: AFP)

Mit einem Staatsakt haben die USA Abschied von ihrem verstorbenen früheren US-Präsidenten George H. W. Bush genommen. An der Trauerfeier am Mittwoch in der Nationalen Kathedrale in Washington nahmen Staatenlenker aus aller Welt teil.

US-Präsident Donald Trump und seine Ehefrau sassen während des Gottesdienstes in einer Reihe mit den Amtsvorgängern Barack Obama, Bill Clinton und Jimmy Carter sowie deren Ehefrauen. In der Nähe sassen auch der älteste Sohn des Verstorbenen, Ex-Präsident George W. Bush, und seine Frau Laura.

Die Familie Bush verabschiedet sich: (v.l.) Maria und Gatte Neil Bush, Columba Bush, der ehemalige Gouverneur von Florida Jeb Bush, die ehemalige First Lady Laura Bush und Ex-Präsident George W. Bush.
Die Familie Bush verabschiedet sich: (v.l.) Maria und Gatte Neil Bush, Columba Bush, der ehemalige Gouverneur von Florida Jeb Bush, die ehemalige First Lady Laura Bush und Ex-Präsident George W. Bush.
Patrick Semansky, Keystone
Der mit der US-Flagge bedeckte Sarg mit dem Leichnam des ehemaligen Präsidenten wird aus dem Capitol getragen.
Der mit der US-Flagge bedeckte Sarg mit dem Leichnam des ehemaligen Präsidenten wird aus dem Capitol getragen.
Saul Loeb, AFP
Verabschiedet seinen Vater vor dem Capitol: George W. Bush mit Gattin Laura.
Verabschiedet seinen Vater vor dem Capitol: George W. Bush mit Gattin Laura.
Alex Brandon, Keystone
Die Trauerfeier findet in der Nationalen Kathedrale in Washington statt.
Die Trauerfeier findet in der Nationalen Kathedrale in Washington statt.
Andrew Harnik, Keystone
Dort versammelten sich bereits die Gäste, auch royale: Prinz Charles vor der Zeremonie.
Dort versammelten sich bereits die Gäste, auch royale: Prinz Charles vor der Zeremonie.
Kevin Lamarque, Reuters
Der ehemalige Präsident Barack Obama mit Gattin Michelle (verdeckt) und Vizepräsident Mike Pence (M.) im Gespräch.
Der ehemalige Präsident Barack Obama mit Gattin Michelle (verdeckt) und Vizepräsident Mike Pence (M.) im Gespräch.
Kevin Lamarque, People-Press
Auch der ehemalige Präsident Jimmy Carter (M.) ist unter den Trauergästen.
Auch der ehemalige Präsident Jimmy Carter (M.) ist unter den Trauergästen.
Kevin Lamarque, Reuters
Der amtierende (Mike Pence/l.) und der ehemalige Vizepräsident (Joe Biden) im Gespräch.
Der amtierende (Mike Pence/l.) und der ehemalige Vizepräsident (Joe Biden) im Gespräch.
Kevin Lamarque, Reuters
Und noch ein ehemaliger Vizepräsident: Al Gore war von 1993 bis 2001 unter Bill Clinton der 45. Vizepräsident der USA.
Und noch ein ehemaliger Vizepräsident: Al Gore war von 1993 bis 2001 unter Bill Clinton der 45. Vizepräsident der USA.
Kevin Lamarque, Reuters
Der Leichenwagen auf dem Weg vom Capitol zur Kathedrale.
Der Leichenwagen auf dem Weg vom Capitol zur Kathedrale.
Alex Brandon, Reuters
Menschen säumen die Pennsylvania Avenue, während der Leichenwagen zur Kathedrale fährt.
Menschen säumen die Pennsylvania Avenue, während der Leichenwagen zur Kathedrale fährt.
Alex Brandon, Keystone
Mit Bill Clinton (M.) ist ein weiterer ehemaliger US-Präsident eingetroffen.
Mit Bill Clinton (M.) ist ein weiterer ehemaliger US-Präsident eingetroffen.
Kevin Lamarque, Reuters
Herzliche Begrüssung zwischen Michelle Obama und Hillary Clinton vor der Zeremonie.
Herzliche Begrüssung zwischen Michelle Obama und Hillary Clinton vor der Zeremonie.
Kevin Lamarque, Reuters
Mit Donald Trump ist auch der amtierende Präsident in der Kathedrale eingetroffen – mit ihm Ehefrau Melania.
Mit Donald Trump ist auch der amtierende Präsident in der Kathedrale eingetroffen – mit ihm Ehefrau Melania.
Kevin Lamarque, Reuters
Bei seinem Eintreffen schüttelte Trump die Hand mit Barack Obama, nicht aber mit den Clintons. Hillary Clinton vermied jeden Blickkontakt mit Trump.
Bei seinem Eintreffen schüttelte Trump die Hand mit Barack Obama, nicht aber mit den Clintons. Hillary Clinton vermied jeden Blickkontakt mit Trump.
Kevin Lamarque, Reuters
George W. Bush mit der ehemaligen First Lady Laura Bush.
George W. Bush mit der ehemaligen First Lady Laura Bush.
Jim Young, Reuters
Die ehemaligen Präsidenten und der aktuelle Amtsinhaber zollen dem Verstorbenen ihren Respekt.
Die ehemaligen Präsidenten und der aktuelle Amtsinhaber zollen dem Verstorbenen ihren Respekt.
Brendan Smialowski, AFP
Donald Trump und First Lady Melania während der Trauerzeremonie.
Donald Trump und First Lady Melania während der Trauerzeremonie.
Mandel Ngan, AFP
Ein grosser, edler Mann: George W. Bush ehrt seinen Vater bei seiner Trauerrede.
Ein grosser, edler Mann: George W. Bush ehrt seinen Vater bei seiner Trauerrede.
Mit der Mimik und Gestik trumpscher Prägung. Donald Trump während der Zeremonie.
Mit der Mimik und Gestik trumpscher Prägung. Donald Trump während der Zeremonie.
Kevin Lamarque, Reuters
George H. W. Bush war der 41. Präsident der Vereinigten Staaten und regierte von 1989 bis 1993.
George H. W. Bush war der 41. Präsident der Vereinigten Staaten und regierte von 1989 bis 1993.
Mark Duwan, Keystone
Sein Sohn, George W. Bush, war von 2001 bis 2009 der 43. Präsident, der im Weissen Haus regierte.
Sein Sohn, George W. Bush, war von 2001 bis 2009 der 43. Präsident, der im Weissen Haus regierte.
Brendan Smialowski, AFP
Wischt sich eine Träne aus den Augen: George W. Bush.
Wischt sich eine Träne aus den Augen: George W. Bush.
Alex Brandon, Keystone
Die eine oder andere amüsante Anekdote entlockten George W. auch mal ein Lächeln.
Die eine oder andere amüsante Anekdote entlockten George W. auch mal ein Lächeln.
Alex Brandon, Keystone
Houston erinnert in der Nähe des Flughafens George Bush an den Verstorbenen. Nach der Trauerfeier soll Bushs Leichnam zurück nach Texas gebracht werden.
Houston erinnert in der Nähe des Flughafens George Bush an den Verstorbenen. Nach der Trauerfeier soll Bushs Leichnam zurück nach Texas gebracht werden.
Nick Oxford, Reuters
Dort wird der Ex-Präsident am Donnerstag an der Seite seiner Frau Barbara und seiner im Alter von nur drei Jahren an Leukämie gestorbenen Tochter Robin beigesetzt.
Dort wird der Ex-Präsident am Donnerstag an der Seite seiner Frau Barbara und seiner im Alter von nur drei Jahren an Leukämie gestorbenen Tochter Robin beigesetzt.
Jim Young, Reuters
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Trump erklärte im Vorfeld, dies sei «keine Beerdigung, sondern ein Tag der Feier für einen grossen Mann, der ein langes und herausragendes Leben geführt» habe. «Er wird vermisst werden!», schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zu Bushs Lebzeiten hatten Trump und er allerdings ein stark angespanntes Verhältnis. Auch Bushs Sohn George W. Bush hat sich vom amtierenden Präsidenten distanziert.

Es war das erste Mal, dass Trump zeitgleich mit den vier Amtsvorgängern zusammentraf. Für Trump war es eine heikle Begegnung, da er insbesondere Barack Obama sowie Bill und Hillary Clinton immer wieder polemisch attackiert hatte.

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Bob Dole, ein alter republikanischer Rivale, nimmt mit bewegender Geste Abschied von Bush

Twitter/Axios

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George H. W. Bush war letzten Freitag im Alter von 94 Jahren gestorben. Seine sterblichen Überreste wurden nach Washington übergeführt und waren zwei Tage lang im Capitol, dem Sitz des Kongresses, aufgebahrt. Dort nahmen Zehntausende Bürger von Bush Abschied, der von 1989 bis 1993 Präsident war.

Sein mit der US-Flagge bedeckter Sarg wurde dann unter militärischem Zeremoniell aus dem Capitol getragen. Dabei wurden Salutschüsse aus Kanonen abgefeuert, und eine Militärkapelle spielte «Hail to the Chief», die offizielle Hymne für die US-Präsidenten. Anschliessend wurde der Sarg durch die Washingtoner Innenstadt zur Kathedrale gefahren.

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Ein letzter Besuch des Weissen Hauses

Twitter/John Roberts

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«Feier für einen grossen Mann»

Bei dem Trauergottesdienst stand die Bush-Familie im Vordergrund, Trump hielt keine Rede. Bei seiner Ankunft in der Kathedrale schüttelte George W. Bush dem amtierenden Präsidenten die Hand; ihr Verhältnis gilt als unterkühlt.

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Trump begrüsst seinen Vorgänger Obama

Video: Facebook/NBC via Axios)

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Sowohl George H. W. Bush als auch sein ältester Sohn hatten bei der Präsidentschaftswahl 2016 nicht für den republikanischen Parteikollegen Trump gestimmt. Trump wiederum hatte sowohl George W. Bush als auch dessen Bruder Jeb Bush, den Ex-Gouverneur von Florida, in der Vergangenheit hart angegriffen. An der Beisetzung der früheren First Lady Barbara Bush, der Gattin von George H. W. Bush, im April nahm Trump nicht teil.

Seit dem Tod von George H. W. Bush fand Trump aber viele Worte der Hochachtung für den Verstorbenen. Am Tag vor der Trauerfeier traf er mit Melania Trump die Bush-Familie.

Bewegende Worte vom Sohn

«Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden, wird es dort heissen, dass George H. W. Bush ein grossartiger Präsident der Vereinigten Staaten war», sagte George W. Bush bei der Trauerfeier. «Er zeigte mir, was es bedeutet, ein Präsident zu sein, der mit Integrität dient, mit Mut führt und mit Liebe in seinem Herzen für die Bürger unseres Landes handelt.» George W. Bush war seinem Vater acht Jahre nach dessen Ausscheiden im Präsidentenamt nachgefolgt.

Er erzählte vom letzten Telefonat mit seinem Vater unmittelbar vor dessen Tod am Freitag vergangener Woche. «Ich sagte, Papa, ich liebe dich und du bist ein wunderbarer Vater gewesen. Und die letzten Worte, die er je auf Erden sagen würde, waren: Ich liebe dich auch.»

George W. Bush nannte seinen Vater «einen grossartigen und grosszügigen Mann, den besten Vater, den ein Sohn oder eine Tochter haben könnte». Zum Ende seiner Ansprache versagte ihm die Stimme.

George W. Bushs Ansprache war aber auch von Humor durchsetzt. «Für uns war er fast perfekt, aber nicht ganz perfekt», sagte der Sohn. «Auf der Tanzfläche war er nicht wirklich Fred Astaire.»

Beisetzung in Texas

Zum Abschluss der Trauerfeiernwurde der Verstorbene am Donnerstag in seiner Heimatstadt Houston geehrt. In einem Begräbnisgottesdienst in der texanischen Stadt würdigte der frühere Aussenminister James Baker seinen langjährigen Freund als «einen der ausgezeichnetsten Präsidenten unserer Nation». Bush habe die Werte seines Landes «verkörpert».

Bushs Leichnam war am Vortag von Washington nach Houston zurückgeflogen worden. Nach dem Gottesdienst sollten der Sarg in einem Sonderzug zum Gelände der Gedächtnisbibliothek für den früheren Präsidenten gebracht werden. Dort sollte Bush an der Seite seiner im April verstorbenen Frau Barbara und seiner im Alter von nur drei Jahren an Leukämie gestorbenen Tochter Robin beigesetzt werden.

Der für den Transport des Sarges verwendete Zug wurde von einer blauen Lokomotive mit dem Namen «Bush 4141» gezogen. Die Lok gibt es bereits seit dem Jahr 2005, sie war zu Ehren des früheren Präsidenten gebaut worden. Bush war der 41. Präsident der Vereinigten Staaten.

(AFP)

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