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Washington stoppt Zahlungen an UNO-Fonds

Die US-Regierung unter Trump drohte bereits mit Kürzungen von UNO-Geldern. Auf die Worte folgen nun erstmals Taten.

Zwischen den Stühlen: UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, beantwortet die Fragen der Journalisten im UNO-Hauptquartier in New York. (3. April 2017).
Zwischen den Stühlen: UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, beantwortet die Fragen der Journalisten im UNO-Hauptquartier in New York. (3. April 2017).
Drew Angerer, Keystone

Die USA stellen ihre Zahlungen an den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) ein. Der Fonds finanziert seit fast 50 Jahren Bevölkerungsprogramme in mehr als 150 Ländern.

Als Grund für den Schritt gab das US-Aussenministerium am Montag (Ortszeit) an, dass UNFPA auch Programme für erzwungene Abtreibungen und Sterilisationen unterstützen würde. So steht es in einem Brief an den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats, Bob Corker. Damit macht die Regierung unter US-Präsident Donald Trump erstmals ihre Drohung wahr, die Mittel für die Vereinten Nationen zu kürzen. Der Fonds streitet den Vorwurf der USA ab.

USA war viertgrösster Geldgeber

Die UNFPA bedauerte die Entscheidung der USA und wies die Vorwürfe auf ihrer Webseite zurück. Ihre Aufgabe sei es, «sicherzustellen, dass jede Schwangerschaft erwünscht ist, jede Geburt sicher und das Potenzial jedes Kindes erfüllt wird.»

UNO-Organisationen wie der Bevölkerungsfonds finanzieren sich durch freiwillige Zahlungen der Regierungen. 2015 waren die USA mit 75 Millionen Dollar der viertgrösste Geldgeber der UNFPA.

SDA/sep

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