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«Weil wir Amerikaner sind»

Die US-Bürger Josh Fattal und Shane Bauer befanden sich mehr als zwei Jahre in iranischer Gefangenschaft. Nach ihrer Freilassung sprechen die beiden Wanderer erstmals über ihre Zeit als Geiseln.

Freilassung gegen Lösegeld: Josh Fattal und Shane Bauer an der Pressekonferenz in New York (25. September 2011)
Freilassung gegen Lösegeld: Josh Fattal und Shane Bauer an der Pressekonferenz in New York (25. September 2011)
Keystone

Die beiden aus iranischer Haft entlassenen US-Bürger Josh Fattal und Shane Bauer haben nach ihrer Ankunft in den USA der Regierung in Teheran vorgeworfen, dass sie vor mehr als zwei Jahren nur wegen ihrer Nationalität festgenommen wurden. Die Freilassung jetzt sei die richtige Entscheidung des Irans gewesen, erklärte Bauer. Aber sie dürfe keine Anerkennung dafür erwarten, dass sie etwas beendet habe, wozu sie in erster Linie gar kein Recht hatte. «Von Anfang war der einzige Grund, warum wir als Geiseln gehalten wurden, dass wir Amerikaner sind,» sagte Bauer.

Bauer, Fattal und seine Verlobte Sarah Shourd wurden vor zwei Jahren während einer Wanderung im iranisch-irakischen Grenzgebiet festgenommen. Dabei sollen sie die Grenze überschritten haben. Die iranische Führung warf ihnen Spionage vor und verurteilte sie zu acht Jahren Haft. Shourd wurde bereits im vergangenen Jahr gegen Zahlung von 500'000 Dollar frei, für Bauer und Fattal waren jetzt eine Million Dollar fällig. Die Familien der beiden erklärten, sie wüssten nicht, wer das Geld bezahlt habe.

Gegen die US-Politik im Iran

Fattal sagte auf einer Pressekonferenz, der ganze Fall sei von Anfang an Teil des politischen Streits zwischen dem Iran und den USA gewesen. Sie wüssten nicht, ob sie tatsächlich die Grenze zum Iran überschritten hätten und würden dies vermutlich auch nie erfahren. Die Ironie der Geschichte sei, sagte Bauer, dass sie alle drei gegen die Politik der USA gegenüber dem Iran seien. Fragen von Reportern liessen die beiden Männer nicht zu.

dapd/mrs

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