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Wie sich Obama eine goldene Nase verdient

Bisher galten US-Präsidenten nicht als Grossverdiener. Barack Obama stellt jedoch alles auf den Kopf.

Ein vermögender Präsident: Barack Obama bei einer Rede in Ohio.
Ein vermögender Präsident: Barack Obama bei einer Rede in Ohio.
Keystone

Lange galt die Regel, dass der grosse Zahltag für einen Präsidenten nach der Amtszeit kommt. Bill Clinton hat sich beispielsweise mit einer 1500-seitigen Autobiografie und mit Reden an Privatanlässen die Pension vergoldet. Bush war zwar bereits vor seiner Präsidentschaft zu einem ansehnlichen Vermögen gekommen, doch auch er versucht sich mit der Niederschrift seiner Memoiren ein lukratives Zubrot zu verdienen.

Barack Obama stellt jedoch alles auf den Kopf. Bereits während seiner Präsidentschaft verdient er sich eine goldene Nase mit dem Verkauf seiner Bücher. Laut Steuererklärung deklarierte Barack Obama alleine im letzten Jahr ein Einkommen von 5,5 Millionen Dollar. Damit hat er den offiziellen Jahreslohn eines US-Präsidenten von 400'000 Dollar locker überschritten .

Es ist das höchste Präsidenten-Einkommen seit der Offenlegung der Steuererklärung während der Nixon-Jahre. Bill Clinton kam im Vergleich dazu 1996 auf ein Verdienst von 1,1 Millionen Dollar. George Bush schaffte es nie über 800'000 Dollar Jahreseinkommen.

Die Bücher und der Hund

Der Grossteil von Obamas Jahresverdienst stammt aus den Tantiemen seiner zwei Bücher «Dreams of My Father» und «Audacity of Hope». Obwohl beide Werke schon in die Jahre gekommen sind, ist die Nachfrage so hoch wie noch nie. Für den Verkauf einer gebundenen Ausgabe fliessen rund 15 Prozent in Obamas Tasche, beim Taschenbuch sind es noch zehn Prozent.

Wie das Weisse Haus weiter bekannt gab, besitzt die Familie Obama Vermögenswerte über 7,7 Millionen Dollar. Selbst Hund Bo wurde unter der Rubrik «Geschenke, Entschädigung, Reiseausgaben» aufgelistet: Ihm wird ein Wert von 1600 Dollar beigemessen. Der portugiesische Wasserhund ist ein Geschenk des verstorbenen Senators Edward Kennedy an Obamas Töchter Sasha und Malia.

Der «arme» Vize

Daneben zeigen sich die Obamas als grosszügige Spender. Der Scheck über 1,4 Millionen Dollar, den der US-Präsident letzten Dezember für den Friedensnobelpreis erhalten hatte, wurde vollumfänglich verschiedenen Stiftungen gespendet. Weitere 329'100 Dollar hat die Familie Obama aus der eigenen Tasche Hilfswerken und Bildungsprojekten zukommen lassen.

Obamas Vize-Präsident führt im Gegensatz dazu ein regelrecht bescheidenes Leben. Die Familie Biden hat 2009 ein Jahreseinkommen über 333'182 Dollar deklariert.

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