Zum Hauptinhalt springen

«Wir haben einen Punkt erreicht, bei dem das Ganze paranoid wird»

Barack Obama hat gestern den Beweis für seine US-Staatsbürgerschaft erbracht. TA-Korrespondent Martin Kilian erklärt, weshalb das Thema noch nicht vom Tisch ist und was dem Präsidenten als Nächstes droht.

Gab der Diskussion um Barack Obamas Staatsbürgerschaft zusätzlichen Aufwind: Donald Trump anlässlich einer republikanischen Konferenz am 10. Februar 2011.
Gab der Diskussion um Barack Obamas Staatsbürgerschaft zusätzlichen Aufwind: Donald Trump anlässlich einer republikanischen Konferenz am 10. Februar 2011.
Keystone

Nach langem Zögern hat Barack Obama den Beweis seiner US-Staatsbürgerschaft erbracht, indem er seine Geburtsurkunde vorlegte. Ist das Thema jetzt vom Tisch? Nein. Viele Amerikaner glauben nach wie vor, dass Obama eigentlich kein richtiger Amerikaner ist.

Aber der Beweis wurde erbracht. Schwarz auf weiss. Die Urkunde wird nur die Meinung derjenigen beeinflussen, die leise Zweifel an der US-Staatsbürgerschaft des Präsidenten hegten. Das waren viele. Doch der harte Kern, die sogenannten Birthers, äusserte bereits Zweifel über die Echtheit der Urkunde. Wir haben einen Punkt erreicht, bei dem das Ganze paranoid wird. Jetzt melden sich viele Verschwörungstheoretiker mit teils absurden Aussagen. Die Diskussion um Obamas Herkunft nimmt zusehends auch rassistische Züge an.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.