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Zwischen Rassismus und Hysterie

Während in Europa alte Ressentiments wieder aufbrechen, spaltet das Coronavirus Gesellschaften, die schon vorher mit ethnischen Spannungen zu kämpfen hatten.

Lea Deuber, Nadia Pantel und Arne Perras
Unter Generalverdacht: Indonesische Staatsbürger, ausgeflogen aus Wuhan, werden bei ihrer Ankunft auf Batam mit einem Antiseptikum besprüht. (Keystone/Indonesian Foreign Ministry)
Unter Generalverdacht: Indonesische Staatsbürger, ausgeflogen aus Wuhan, werden bei ihrer Ankunft auf Batam mit einem Antiseptikum besprüht. (Keystone/Indonesian Foreign Ministry)

Frankreich ist nicht nur das Land, in dem die ersten Fälle des Coronavirus in Europa festgestellt wurden, sondern auch das Land, in dem zuerst eine anti-asiatische Hysterie mit rassistischen Zügen spürbar wurde.

Der krasseste Fall dieser Stimmungsmache betrifft die Regionalzeitung «Courrier Picard». Das Blatt druckte Ende Januar ein Foto einer asiatisch aussehenden Frau auf seine Titelseite und schrieb dazu: «Gelber Alarm». Ein weiterer Text war mit «Die gelbe Gefahr?» überschrieben. Eine Diffamierung, die auf die Kolonialzeit zurückgeht. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden insbesondere Menschen aus China mit diesem Begriff abgewertet.

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