Zum Hauptinhalt springen

17 Tote bei massiven Ausschreitungen in Neu Delhi

Bei den schlimmsten Zusammenstössen seit Jahrzehnten in der indischen Hauptstadt sind über ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen.

Hintergrund der Gewalt sind Proteste gegen ein vom Premier Modi durchgedrücktes Einbürgerungsgesetz, das nach Ansicht von Kritikern gezielt Muslime diskriminiert. Foto: Reuters
Hintergrund der Gewalt sind Proteste gegen ein vom Premier Modi durchgedrücktes Einbürgerungsgesetz, das nach Ansicht von Kritikern gezielt Muslime diskriminiert. Foto: Reuters

Mindestens 17 Menschen sind bei den schlimmsten gewaltsamem Zusammenstössen seit Jahrzehnten in der indischen Hauptstadt Neu Delhi ums Leben gekommen. Mehr als 150 Menschen, darunter rund 40 Polizisten, wurden verletzt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Seit Anfang der Woche gingen demnach verschiedene Gruppen mit Steinen und Stöcken aufeinander los. Auch Moscheen, Läden und Autos wurden in Brand gesteckt, wie Fernsehbilder zeigen.

Hintergrund der Gewalt sind Proteste gegen ein vom hindunationalistischen Premierminister Narendra Modi durchgedrücktes Einbürgerungsgesetz, das nach Ansicht von Kritikern gezielt Muslime diskriminiert. Seit Wochen haben Zehntausende Menschen gegen das Gesetz protestiert, bei einigen Protesten gab es Gewalt und Tote.

Besonders schlimm waren die Ausschreitungen, als Anfang Woche US-Präsident Donald Trump zu einem Staatsbesuch in Indien war. Foto: Reuters
Besonders schlimm waren die Ausschreitungen, als Anfang Woche US-Präsident Donald Trump zu einem Staatsbesuch in Indien war. Foto: Reuters

Die neusten Ausschreitungen fanden im Nordosten der Hauptstadt statt, wo besonders viele Muslime leben. Schlimm waren sie auch, als Anfang Woche US-Präsident Donald Trump zu einem Staatsbesuch in Indien war. Trump sagte, dass er mit Modi über das Thema gesprochen habe, Modi habe ihm versichert, dass es in Indien Religionsfreiheit gebe.

Muslime sind Indiens grösste religiöse Minderheit, sie machen rund 14 Prozent der indischen Bevölkerung aus, rund 80 Prozent sind Hindus. Das kontroverse Gesetz erleichtert vielen illegal eingereisten Migranten aus drei mehrheitlich muslimischen Nachbarländern die Einbürgerung - sofern sie keine Muslime sind.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch