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27 Tote beim Terrorangriff auf Kabul

Der 20-stündige Angriff auf das Botschaftsviertel in Kabul kostete 27 Menschen das Leben. Ein Terrornetzwerk aus Pakistan soll für die Anschläge verantwortlich sein.

Am Tag danach: Afghanische Polizisten bewachen das Viertel in Kabul, das am Tag zuvor beschossen wurde. (14. September 2011)
Am Tag danach: Afghanische Polizisten bewachen das Viertel in Kabul, das am Tag zuvor beschossen wurde. (14. September 2011)
Keystone
Durchlöchert: In diesem Rohbau in Kabul verschanzten sich die Angreifer. (14. September 2011)
Durchlöchert: In diesem Rohbau in Kabul verschanzten sich die Angreifer. (14. September 2011)
Keystone
Ein afghanischer Polizist sichert einen Strassenabschnitt in Kabul.
Ein afghanischer Polizist sichert einen Strassenabschnitt in Kabul.
Reuters
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Die USA haben das von Pakistan aus operierende Haqqani-Netzwerk für den koordinierten Angriff auf die US-Botschaft und das Nato-Hauptquartier in der afghanischen Hauptstadt Kabul verantwortlich gemacht. Der Angriff begann am Dienstag und ging erst am Mittwochmorgen nach 20-stündigen Kämpfen zu Ende. Nach Nato-Angaben wurden dabei 27 Menschen getötet. Bei den Opfern handle es sich um elf Aufständische, fünf Polizisten und elf Zivilisten, darunter mehrere Kinder, erklärte der amerikanische Nato-Kommandeur General John Allen.

Sieben der Angreifer seien in dem Haus in der Nähe der US-Botschaft getötet worden, das die Aufständischen direkt zu Beginn ihrer Attacke besetzt hatten und von wo aus sie die anderen Gebäude beschossen, erklärte Allen weiter. Vier Angreifer seien Selbstmordattentäter gewesen. Nach dem Ende der Kämpfe war zunächst von sieben Toten die Rede gewesen. Mitarbeiter der Nato oder der US-Botschaft waren nicht unter den Opfern.

Lage hat sich normalisiert

«Der Terroranschlag in Kabul ist vorbei», erklärte das Innenministerium am Morgen. Die Lage in Kabul habe sich normalisiert, und alle Bürger könnten ohne Angst ihrem täglichen Leben nachgehen. Es war das erste Mal, dass Extremisten koordinierte Anschläge auf diesem Niveau in mehreren Vierteln der afghanischen Hauptstadt ausübten. Das legte die Vermutung nahe, dass die Aufständischen Hilfe von Sympathisanten bei den afghanischen Streitkräften hatten.

Zu dem Angriff bekannten sich zwar die Taliban, die USA und auch die Polizei in Kabul vermuteten, dass das Haqqani-Netzwerk dahinter steckte. Die Gruppe hat sowohl Beziehungen zu den Taliban als auch zur Terrorgruppe al-Qaida und gilt inzwischen als grösste Gefahr für die Stabilität in Afghanistan. Ihre Rückzugsgebiete haben die Kämpfer des Haqqani-Netzwerks in den Stammesregionen im Westen Pakistans.

dapd/jak

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