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Aids-Aktivist flieht aus China

Nach seiner Flucht aus China hat sich der chinesische Aids-Aktivist Wan Yanhei am Montag zu den Hintergründen seiner Ausreise in die USA geäussert.

«Die Angriffe der Regierung auf meine Organisation und auch auf mich persönlich sind immer ernster geworden», sagte er. «Ich hatte Angst um meine Sicherheit.» Am Donnerstag war er mit seiner Frau und seiner vierjährigen Tochter über Hongkong in die USA geflohen.

Wan gründete 1994 das Aizhixing Institut, das Aufklärungsarbeit über Aids leistet und Diskriminierung bekämpft. Nichtregierungsorganisationen wie die von Wan betrachtet die chinesische Regierung weiterhin als Bedrohung ihrer Autorität. Erst im März hat das Land die Regeln zur Verwendung ausländischer Mittel durch derartige Organisationen deutlich verschärft und damit deren Arbeit beträchtlich erschwert.

Ausserdem habe die Regierung seine Auftritte bei Informationsveranstaltungen verhindert, und Schikanen verschiedenster Behörden hätten sich in letzter Zeit gehäuft, berichtete der frühere Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. «In China machten mir die Behörden klar, dass ich ein Vogel in einem Käfig bin. Sie sagen: ‹Wenn du nicht auf mich hörst, ess ich dich›», berichtete Wan. «Ich sitze nicht länger in ihrem Käfig.» Sein Institut will er nun aus dem Ausland unterstützen.

ddp/sam

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