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Anschläge in Neu-Delhi: Verdächtige festgenommen

Nach der Anschlagserie mit mindestens 21 Toten hat die indische Polizei bei Razzien mehrere Verdächtige festgenommen.

Die Polizei habe wichtige Spuren gefunden und hoffe, den Fall bald vollends aufklären zu können, sagte Polizeisprecher Rajan Bhagat heute. Bei Razzien in der Nacht wurden nach Medienberichten zehn Personen festgenommen. Zu der koordinierten Anschlagserie hatte sich eine Gruppe muslimischer Extremisten bekannt.

Fünf Explosionen erschütterten am Samstagabend einen Park und belebte Geschäftsviertel in Neu-Delhi, wie die Polizei mitteilte. Fast hundert Menschen wurden verletzt. «Das ist eine sehr feige Gewalttat», sagte Bürgermeister Arti Mehra vor Reportern in der Nähe von zwei Anschlagsorten. «Sie wollen den Geist von Delhi zerstören. Sie haben dies an anderen Orten zuvor versucht, und sie haben es nicht geschafft, und sie werden es auch hier nicht schaffen. Sie werden uns keine Angst einjagen.»

«Im Namen von Allah»

Bei indischen Medien ging kurz zuvor ein E-Mail ein, in der es hiess, in Kürze werde Indien eine «Botschaft des Todes» erhalten: «Im Namen von Allah, die Indischen Mujaheddin schlagen wieder zu.» Die Gruppe Indische Mujaheddin war bis Mai unbekannt. Damals bekannte sie sich zu einer Serie von Anschlägen in der westindischen Stadt Jaipur, bei denen 61 Menschen getötet wurden. Die Gruppe war wohl auch für Anschläge im Staat Gujarat im Juli verantwortlich, bei denen mindestens 45 Menschen ums Leben kamen.

Der Hoffnung der Behörden, die Urheber der Anschläge schnell zu finden, steht ihre bisherige Aufklärungsbilanz entgegen. Bislang konnten weder die Anschläge Jaipur noch die in Gujarat aufgeklärt werden.

AP/oku

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