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Berlin rüstet seine Afghanistan-Truppe auf

Nach den tödlichen Angriffen gegen die Bundeswehr reagiert Deutschlands Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

Zu Guttenberg bestätigte in einem am Samstag veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins «Focus», neben Panzerhaubitzen würden weitere 15 Schützenpanzer vom Typ «Marder», sowie Brückenlege- und Pionierpanzer an den Hindukusch verlegt. «Wir rüsten nicht generell auf, sondern wir reagieren auf die jeweilige Notwendigkeit vor Ort.» Es gebe auch Orte, wo keine Schützenpanzer gebraucht würden.

Für die Zeit nach Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan plädierte Guttenberg für «eine Form der Nachsorge durch die internationale Gemeinschaft», um in Stammesauseinandersetzungen einzugreifen. Speziell ausgebildete und ausgerüstete Kräfte sollten gezielt und punktuell eingesetzt werden. Solche Missionen von Spezialkräften seien ohnehin «generell eine Frage für die Einsatz-Szenarien der Zukunft», sagte der Verteidigungsminister.

Guttenberg äusserte sich optimistisch, dass der Verteidigungshaushalt von Sparmassnahmen weniger hart getroffen werde als bislang geplant. Bei langfristigen Beschaffungen müsse über Schwerpunkte geredet werden. «Aber an einem Punkt hält sich meine Flexibilität in Grenzen: Wir müssen für den Schutz der Soldaten im Einsatz das Notwendige vorhalten. Hier aus kühlen Zahlenerwägungen Geld zu streichen, kann nicht angehen.»

ddp/cpm

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