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Bomben am Flughafen von Bangkok

Die Lage in Thailand wird immer dramatischer. Am Flughafen von Bangkok explodierten heute mehrere Sprengsätze. Jetzt rufen auch die regierungsfreundlichen Gruppen zu Gewalt auf.

Hoffnung für 62 Schweizer unter den gestrandeten Touristen in Bangkok. Sie dürfen morgen heimkehren.
Hoffnung für 62 Schweizer unter den gestrandeten Touristen in Bangkok. Sie dürfen morgen heimkehren.
Keystone
Betroffen sind Touristen aus aller Welt...
Betroffen sind Touristen aus aller Welt...
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Die Situation spitzt sich im ganzen Land zu: Regierungsgegner und Staatsbeamte oder Regierungsanhänger bekämpfen sich mit immer schärferen Mitteln.
Die Situation spitzt sich im ganzen Land zu: Regierungsgegner und Staatsbeamte oder Regierungsanhänger bekämpfen sich mit immer schärferen Mitteln.
Keystone
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Tausende Oppositionelle der Volksallianz für Demokratie (PAD) halten den Bangkoker Flughafen besetzt. Heute Morgen Ortszeit schleuderten nun mehrere unbekannte Angreifer Sprengsätze auf die Demonstranten. Einer explodierte in einer Gruppe in der Nähe des Internationalen Flughafens, ein anderer am Inlandsflughafen Don Muang. Hier wurden drei Menschen nach Angaben der Polizei verwundet. Zwei weitere Explosionen gab es in Bangkok selbst. Über Opfer wurde hier nichts bekannt. Schon am Dienstag waren bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung elf Menschen verletzt worden, einige durch Schüsse.

Nach wie vor sitzen am Flughafen mindestens 3000 Touristen aus aller Welt fest. Sie können den Flughafen nicht verlassen, die oppositionellen Demonstranten blockieren alle Zufahrten. Der Flugbetrieb wurde eingestellt. Flüge nach Bangkok wurden umgeleitet, unter anderem nach Chiang Mai und Phuket. Der Vorfall habe das Ansehen Thailands beschädigt, sagte Flughafendirektor Serirat Prasutanont.

Einige Demonstranten drangen kurzzeitig in den Kontrollturm ein und verlangten den Flugplan des Ministerpräsidenten zu sehen, der am Mittwoch aus Peru kommend zurückerwartet wurde.

Regierungsanhänger wollen zurückschlagen

Inzwischen rufen auch die regierungsfreundlichen Gruppen in Thailand zu Protesten auf. «Ich fordere unsere Leute heute auf, auf die Strasse zu gehen und unsere Haltung gegen einen Putsch zu demonstrieren», sagte Jatuporn Propman, Parteimitglied und Anführer einer grossen Pro-Regierungsorganisation.

Angesichts der Eskalation plante Militärchef Anupong Paochinda Gespräche mit Vertretern der Regierung und der Wirtschaft. Die seit Wochen anhaltenden Proteste haben Spekulationen geschürt, die Armee werde die Regierung zum Aufgeben zwingen. Nach den Gesprächen werde der Militärchef am Nachmittag eine Pressekonferenz geben, kündigte ein Sprecher an.

AP/oku

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