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Der erschütterte Neubeginn

In der Millionenstadt Sendai schien Normalität einzukehren. Dann bebte Donnerstagnacht erneut die Erde.

Nach einem Nachbeben flüchteten sich die Menschen ins Freie: Zuvor hatte ein Beben der Stärke 7,4 den Nordosten Japans abermals erschüttert.
Nach einem Nachbeben flüchteten sich die Menschen ins Freie: Zuvor hatte ein Beben der Stärke 7,4 den Nordosten Japans abermals erschüttert.
Keystone

Das Bett beginnt leicht zu schlingern, die Wand vibriert. Wieder ein Nachbeben, nicht das erste an diesem langen Tag. Der Hotelgast im achten Stock hat gedöst, vielleicht war er auch grade eingeschlafen. Er dreht sich. Das Schlingern wird stärker, das moderne Haus ächzt, stöhnt, immer lauter. Der Tisch beginnt zu tanzen, nun schwingt das Bett. Der Gast dreht das Licht an, er hält sich an der Matratze fest, so wild ist das Schwingen nun. Das Haus bellt, schreit. Durchs Fenster sieht der Gast das Nachbarhaus, das im Gegentakt schwingt. Zwei gegenläufige Pendel. Ein schwach beleuchtetes Fenster taucht in seinem Fenster auf, verschwindet wieder, kehrt zurück, nun sogar anderthalb Fenster. Der Tisch knallt um. Wie viel hält so ein Haus aus?

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