Zum Hauptinhalt springen

Die Megastadt der Zukunft

Stellen Sie sich eine Metropole vor, die flächenmässig so gross wie die Schweiz ist und 42 Millionen Einwohner beherbergt. In China wird dies bald schon Realität.

Guangzhou ist mit 11,7 Millionen Einwohnern bereits die zweitgrösste Stadt des Landes.
Guangzhou ist mit 11,7 Millionen Einwohnern bereits die zweitgrösste Stadt des Landes.
Keystone
Shenzhen mit 8,9 Millionen Einwohnern gesellt sich zur neuen Metropole hinzu.
Shenzhen mit 8,9 Millionen Einwohnern gesellt sich zur neuen Metropole hinzu.
Keystone
Zhuhai ist mit 1,5 Millionen Einwohnern vergleichsweise eine kleine Stadt. Die Industriestädte Huizhou, Zhongshan und Zhaoqing werden ebenfalls in das neue Verwaltungskonstrukt integriert.
Zhuhai ist mit 1,5 Millionen Einwohnern vergleichsweise eine kleine Stadt. Die Industriestädte Huizhou, Zhongshan und Zhaoqing werden ebenfalls in das neue Verwaltungskonstrukt integriert.
Keystone
1 / 4

China betreibt eine Eingemeindung im grossen Stil. Bereits 1997 verwandelte das Reich der Mitte die Stadt Chongqing am Yangtze-Fluss auf einen Schlag zu einem urbanen Gebiet mit 31,4 Millionen Einwohnern. Dafür fusionierten die Behörden 19 Distrikte und 21 Bezirke. Für die chinesischen Stadtplaner war das Projekt Chongqing jedoch nicht ambitioniert genug. Denn nun steht die grösste Städtezusammenführung in der Geschichte des Landes an.

In der Provinz Guangdong wird durch die Zusammenlegung von neun Grossstädten, die sich um die Mündung des Perlflusses nördlich von Hongkong gruppieren, eine neue Megacity mit 42 Millionen Einwohnern entstehen, auf einer Fläche so gross wie die Schweiz. Guangzhou (11,7 Millionen Einwohner) und Shenzhen (8,9 Millionen), die bereits die zweit- und drittgrössten Städte des Landes sind, bilden dabei das Herz der neuen Supermetropole.

Grösser als Argentinien

Damit entsteht bis zum Jahr 2016 flächenmässig ein Verwaltungsgebiet, das gemäss der Nachrichtenagentur Reuters 26 Mal grösser als Greater-London sein wird. Wäre die neue Stadt am Perlfluss ein Land, würde sie Argentinien vom 32. Platz in der Rangliste der bevölkerungsreichsten Länder verdrängen. Einen Namen hat das neue Verwaltungskonstrukt allerdings noch nicht.

Um die neue Metropole Realität werden zu lassen, werden laut der «South China Morning Post» Investitionskosten in der Höhe von 220 Milliarden Euro nötig sein. Mit dem Geld werden 29 neue Eisenbahnlinien mit 50'000 Kilometern Gleisstrecke geschaffen, sowie das Strom-, Wasser- und Telekommunikationsnetz zusammengeführt. Jährlich würde die neue Metropole rund 350 Milliarden Euro erwirtschaften. Dies entspricht einem Zehntel des chinesischen Bruttoinlandproduktes, wie der britische «Telegraph» berechnet hat.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch