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«Eine halbe Stunde im Weissen Haus wird unsere Probleme nicht lösen»

Im Streit um das Atomabkommen setzt der iranische Aussenminister Mohammad Jawad Sarif die Europäer unter Druck.

«Präsident Trump mag Präsident Obama nicht. Dieses Problem kann ich nicht lösen», sagt Irans Aussenminister Mohammad Jawad Sarif. Foto: Geoffroy van der Hasselt (AFP)

«Präsident Trump mag Präsident Obama nicht. Dieses Problem kann ich nicht lösen», sagt Irans Aussenminister Mohammad Jawad Sarif. Foto: Geoffroy van der Hasselt (AFP)

Paul-Anton Krüger@pkr77

Herr Sarif, Sie haben Ihre Gespräche mit Frankreichs Präsident Macron «konstruktiv» genannt. Was muss geschehen, um das Atomabkommen zu retten?
Das Atomabkommen stützt sich auf zwei Säulen. Eine verpflichtet den Iran dazu, dass sein Atomprogramm ausschliesslich friedlichen Zwecken dient. Die andere verpflichtet die internationale Gemeinschaft und vor allem die anderen Parteien sicherzustellen, dass die wirtschaftlichen Beziehungen des Iran mit dem Rest der Welt normalisiert werden. Der Iran hat alle Verpflichtungen eingehalten, das hat die internationale Atomenergiebehörde 15-mal bestätigt, davon 5-mal nachdem die USA sich aus dem Abkommen zurückgezogen haben. Aber die Wirtschaftsbeziehungen des Iran mit der Welt sind nicht normalisiert worden. Tatsächlich sind sie heute weit schlechter als vor dem Abkommen. Das heisst, andere Parteien haben das Abkommen nicht umgesetzt.

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